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Hims & Hers Aktie: Geteilte Wall Street

Der Telemedizin-Anbieter Hims & Hers sieht sich nach starken Kursverlusten mit widersprüchlichen Analystenbewertungen und einem vorsichtigen Investmentjahr 2026 konfrontiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Evercore ISI startet mit neutralem Rating und Kursziel
  • Analystenmeinungen reichen von starkem Buy bis Underperform
  • Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch
  • 2026 als Jahr hoher Investitionen deklariert

Hims & Hers steht nach einem harten Kursrutsch und widersprüchlichen Analystenstimmen an einem entscheidenden Punkt: Wie viel Wachstum traut der Markt dem Telemedizin-Anbieter noch zu? Evercore ISI steigt nun mit einer eher vorsichtigen Einschätzung in die Beobachtung ein. Der Fokus verschiebt sich damit stärker auf die Frage, ob das Geschäftsmodell das hohe Expansionstempo der vergangenen Jahre halten kann.

Evercore setzt vorsichtigen Akzent

Evercore-Analyst Mark Mahaney hat die Aktie am 12. Januar 2026 erstmals mit dem Rating „In-Line“ und einem Kursziel von 33 US-Dollar aufgenommen. Gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 32,34 US-Dollar signalisiert das nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial.

Die Bewertung begründet Evercore mit dem 20‑fachen des geschätzten EBITDA für 2027 in Höhe von 436 Millionen US‑Dollar. Gleichzeitig betont die Analyse mehrere Bremsfaktoren:

  • deutlich nachlassendes Wachstum bei Umsatz und Abonnenten
  • weitgehend stagnierende EBITDA‑Margen auf kurze Sicht
  • eine ausgeprägte Investitionsphase, die sich über das gesamte Jahr 2026 erstrecken dürfte
  • Bewertungsrisiken vor dem Hintergrund der aktuellen Multiples

Ganz einseitig negativ fällt das Bild aber nicht aus. Evercore verweist darauf, dass der Markt die Robustheit und Breite der Plattform von Hims & Hers sowie die „Rule-of-40“-Kennzahlen und das Chancenpotenzial jenseits des Themas Gewichtsreduktion möglicherweise unterschätzt.

Nach dem Absturz nur zarte Erholung

Die Aktie hat in den vergangenen Monaten stark gelitten. Auslöser der jüngsten Schwächephase war Anfang Januar eine Kurszielsenkung der Bank of America auf 29 US‑Dollar, dem derzeit niedrigsten Wert unter den beobachtenden Häusern. Nach dieser Herabstufung kam es zu einem deutlichen Abverkauf, bevor sich der Kurs zuletzt wieder etwas stabilisierte.

Aktuell notiert die Aktie bei 32,34 US‑Dollar. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von knapp 9 Prozent zu Buche, auf Sicht von 30 Tagen liegt der Wert allerdings leicht im Plus. Im Zwölfmonatsvergleich bleibt trotz der jüngsten Verluste ein deutliches Plus von rund 28 Prozent. Gleichzeitig fällt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch mit gut 50 Prozent erheblich aus – ein klares Signal dafür, wie stark der Markt seine Erwartungen seit Februar 2025 zurückgefahren hat.

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Analystenlager tief gespalten

An der Wall Street herrscht seltene Uneinigkeit. Das durchschnittliche Votum zur Aktie lautet „Hold“, das Konsenskursziel liegt bei etwa 44,54 US‑Dollar – deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Doch die Spanne der Einschätzungen ist extrem weit:

  • Barclays ist im Dezember 2025 mit „Overweight“ und 48 US‑Dollar Kursziel eingestiegen.
  • BTIG bleibt klar optimistisch mit einem „Buy“-Rating und einem Straßenhoch von 85 US‑Dollar.
  • Bank of America steht mit „Underperform“ und 29 US‑Dollar Kursziel auf der klar skeptischen Seite.
  • Evercore ISI ordnet die Aktie mit „In-Line“ und 33 US‑Dollar eher neutral ein.

Damit reicht das Spektrum von vorsichtigem Pessimismus bis zu ausgeprägtem Wachstumsglauben. Die zentrale Streitfrage: Reicht die Profitabilitätsentwicklung aus, um die hohen Wachstumsfantasien zu rechtfertigen?

2026 als Investitionsjahr

Das Management hat 2026 als Jahr mit hohen Investitionen in Personal und Technologie ausgerufen. Diese Strategie soll die Plattform weiter ausbauen und zusätzliche Wachstumsfelder erschließen, geht kurzfristig aber zulasten der Margen. Skeptische Analysten sehen darin das Risiko, dass die Profitabilität hinter den aktuellen Konsenserwartungen zurückbleibt.

Derzeit rechnen die Markterwartungen für 2026 mit:

  • einem Jahresumsatz von rund 2,76 Milliarden US‑Dollar
  • einem Gewinn je Aktie von 0,59 US‑Dollar

Zum nächsten größeren Prüfstein werden die Zahlen für das vierte Quartal 2025 und der Ausblick auf 2026, die für Ende Februar bis Anfang März erwartet werden. Dann wird sich zeigen, ob Hims & Hers die hohen Investitionen mit glaubhaften Wachstums- und Margenzielen untermauern kann – oder ob die vorsichtigeren Stimmen an der Wall Street Oberwasser bekommen.

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