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Hims & Hers Aktie: Gesetzesdruck belastet

Ein US-Gesetzesentwurf zur Einschränkung von Nachahmer-Medikamenten belastet das Kerngeschäft von Hims & Hers. Gleichzeitig startet das Telemedizin-Unternehmen eine Expansion nach Großbritannien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer US-Gesetzesentwurf bedroht Compounding-Geschäft
  • Expansion mit Abnehmprogramm in Großbritannien gestartet
  • Starkes Umsatzwachstum im dritten Quartal
  • Gemischte Signale durch Analysten und Insiderverkäufe

Das US-Telemedizin-Unternehmen Hims & Hers steht unter Beschuss. Während die Firma ihr Geschäft nach Großbritannien ausweitet, sorgt ein neuer Gesetzesentwurf in den USA für heftige Kursreaktionen. Die Aktie verlor rund 5 Prozent und notiert aktuell bei knapp 38 Dollar.

Compounding-Geschäft im Visier

Der Kursrückgang hat einen konkreten Grund: Am 10. Dezember brachten die US-Abgeordneten Rudy Yakym und André Carson den „SAFE Drugs Act of 2025“ ein. Das Gesetz zielt darauf ab, die Herstellung von nachgeahmten GLP-1-Medikamenten durch Apotheken massiv einzuschränken.

Für Hims & Hers ist das ein direkter Angriff auf das Geschäftsmodell. Das Unternehmen bietet in den USA unter anderem compoundierte Versionen von Semaglutid an – einem Wirkstoff, der auch in den Abnehm-Blockbustern Wegovy und Ozempic steckt. Analysten von Citi warnten prompt, dass die geplante Regelung die Möglichkeiten zur Herstellung dieser Präparate „erheblich einschränken“ könnte. Die GLP-1-Produkte waren zuletzt ein wichtiger Umsatztreiber.

Expansion nach Großbritannien

Zeitgleich zum politischen Gegenwind startet Hims & Hers seine internationale Offensive. Am 10. Dezember ging in Großbritannien ein umfassendes Abnehmprogramm an den Start. Anders als in den USA setzt die Firma dort auf Markenmedikamente von Eli Lilly (Mounjaro) und Novo Nordisk (Wegovy), ergänzt durch orale Präparate wie Orlos.

Der britische Markt ist attraktiv: 64 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich gelten als übergewichtig oder adipös. Die geografische Diversifizierung könnte helfen, die Abhängigkeit vom regulatorischen Umfeld in den USA zu verringern.

Gemischte Signale von Analysten und Insidern

Die Wall Street zeigt sich gespalten. Barclays startete am 10. Dezember die Coverage mit „Overweight“ und blickt über die kurzfristigen Risiken hinaus auf das langfristige Wachstumspotenzial.

Insider hingegen verkaufen. Direktorin Andrea G. Perez Garcia trennte sich am 9. Dezember von 2.500 Aktien zu durchschnittlich 39,17 Dollar – knapp 98.000 Dollar. Auch CEO Andrew Dudum reduzierte in den vergangenen Monaten seine Beteiligung deutlich.

Die Zahlen sprechen für Wachstum

Im dritten Quartal kletterten die Erlöse um 49,2 Prozent auf fast 599 Millionen Dollar. Beim Gewinn je Aktie verfehlte Hims & Hers mit 0,06 Dollar allerdings die Analystenschätzung von 0,09 Dollar. Der Vorstand genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm über 250 Millionen Dollar – etwa 3 Prozent der ausstehenden Anteile.

Das operative Wachstum ist beeindruckend, doch die regulatorische Unsicherheit bleibt ein Belastungsfaktor. Ob das internationale Geschäft schnell genug an Bedeutung gewinnt, um mögliche Einbußen im US-Markt aufzufangen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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Diskussion zu Hims & Hers

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.