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Hims & Hers Aktie: Der versteckte Kurstreiber

Die US-Gesundheitsbehörde lockert Restriktionen für umstrittene Peptide, was dem Telemedizin-Anbieter Hims & Hers neue Geschäftsmöglichkeiten im Wellness-Segment eröffnet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursanstieg von 25 Prozent nach FDA-Signal
  • BofA hebt Kursziel auf 25 US-Dollar an
  • Eigene Produktionsanlage für Peptide vorhanden
  • Endgültige FDA-Entscheidung für Sommer erwartet

Ein überraschender Vorstoß aus Washington beflügelt Hims & Hers. Die US-Gesundheitsbehörde FDA signalisiert eine Kehrtwende bei der Einstufung umstrittener Peptid-Substanzen. Für den Telemedizin-Anbieter eröffnet sich damit plötzlich eine lukrative neue Einnahmequelle im Wellness- und Abnehmsegment.

Die Börse reagiert euphorisch auf die politischen Signale. Binnen zwei Handelstagen schoss der Kurs um rund 25 Prozent nach oben. Auslöser ist eine Ankündigung von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Die FDA überprüft ihre strengen Restriktionen für mehrere Peptide, die bisher als riskant galten. Compounding-Apotheken durften diese Stoffe für Muskelaufbau und Stoffwechsel seit Ende 2023 nicht mehr herstellen.

Analysten sehen neue Optionen

BofA Securities reagierte umgehend und hob das Kursziel von 21 auf 25 US-Dollar an. Die Einstufung bleibt auf „Neutral“. Die Analysten erkennen eine neue Flexibilität für das Unternehmen. Hims & Hers könnte seine bestehenden Produktionskapazitäten für GLP-1-Abnehmspritzen künftig auch für andere Peptid-Therapien nutzen.

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Die Experten betonen allerdings den vorläufigen Charakter der Behördenentscheidung. Bis zu einem finalen Beschluss bleiben die kurzfristigen Finanzschätzungen unverändert. Auch andere Häuser wie TD Cowen halten sich mit einer Kaufempfehlung zurück. Sie belassen ihr Kursziel bei 23 US-Dollar und verweisen auf mögliche Risiken für die Gewinnentwicklung im kommenden Jahr.

Eigene Produktion als Trumpf

Für diesen strategischen Schwenk hat sich Hims & Hers bereits in Stellung gebracht. Das Unternehmen kaufte eine eigene Produktionsanlage für Peptide in Kalifornien. Diese Infrastruktur erlaubt es, Herstellung und Vertrieb aus einer Hand zu steuern. Medizinchef Pat Carroll sieht in den FDA-Plänen einen entscheidenden Schritt, um diese Behandlungen aus dem unregulierten Graumarkt in verlässliche medizinische Bahnen zu lenken.

Die endgültigen Weichen stellt die FDA im Sommer. Ende Juli tagt der zuständige Beratungsausschuss für Compounding-Apotheken. Auf der Agenda steht die Bewertung von sieben spezifischen Peptiden, darunter der bekannte Wirkstoff BPC-157. Fällt das Votum positiv aus, kann Hims & Hers seine kalifornische Anlage sofort hochfahren und die neue Nachfrage direkt bedienen.

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