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Hims & Hers Aktie: Bewertung im Fokus

Die Aktie von Hims & Hers verzeichnet deutliche Verluste, angetrieben durch hohe Bewertung und Margendruck. Insiderverkäufe und institutionelle Käufe zeigen gegenläufige Signale.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert nach sieben Handelstagen an Wert
  • Hohes KGV von 58 bei unter Druck steigenden Margen
  • CEO verkaufte über 1,25 Millionen eigene Aktien
  • JPMorgan erhöhte Engagement massiv um 549 Prozent

Die Hims-&-Hers-Aktie hat ihre Schwächephase zum Jahreswechsel verlängert und in den vergangenen Handelstagen spürbar an Boden verloren. Nach sieben Verlusttagen in Folge sind rund 699 Millionen US-Dollar an Börsenwert ausgelöscht. Im Zentrum steht vor allem die Frage, ob das hohe Bewertungsniveau angesichts der aktuellen Margen noch gerechtfertigt ist.

Verluste nach starkem Jahr 2025

In der zurückliegenden Woche summiert sich das Minus auf 8,7 %. Die Marktkapitalisierung liegt nun bei rund 7,3 Milliarden US-Dollar, nachdem sie vor wenigen Tagen noch etwa 8 Milliarden US-Dollar betragen hatte. Ein Teil der kräftigen Kursgewinne aus dem Jahr 2025 ist damit wieder abgegeben.

Trotz des Rückgangs fällt die Ein-Jahres-Performance mit 34,3 % weiterhin deutlich besser aus als der Zuwachs des S&P 500 von 16,4 % im gleichen Zeitraum. Die Aktie schloss am 2. Januar bei 33,41 US-Dollar, ein Plus von 2,9 % gegenüber der vorherigen Sitzung, liegt damit aber klar unter dem 52-Wochen-Hoch von 72,98 US-Dollar aus dem Februar 2025.

Wichtige Kennziffern im Überblick:

  • Marktkapitalisierung: 7,3 Mrd. US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 23,97 – 72,98 US-Dollar
  • KGV: ca. 58
  • Ein-Jahres-Rendite: 34,3 %
  • Wochenverlust: 8,7 %

Hohe Bewertung und technische Schwäche

Haupttreiber der aktuellen Schwäche sind Bewertungsbedenken. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 58 gilt die Aktie als hoch bewertet, zumal die Margen im Verlauf des Jahres 2025 unter Druck geraten sind.

Parallel dazu haben institutionelle Investoren zuletzt Positionen reduziert. Der Kurs ist unter wichtige gleitende Durchschnitte gefallen. Diese technische Schwäche hat weiteren Verkaufsdruck ausgelöst und den Rückgang zusätzlich beschleunigt.

Insiderverkäufe vs. institutionelle Käufe

Auffällig ist die Entwicklung auf der Eigentümerseite. In den vergangenen Wochen kam es zu anhaltenden Insiderverkäufen. In den letzten sechs Monaten wurden von Unternehmensinsidern 63 Verkäufe gemeldet, Käufe gab es keine. CEO Andrew Dudum hat in diesem Zeitraum mehr als 1,25 Millionen Aktien veräußert und damit rund 62,7 Millionen US-Dollar realisiert.

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Auf der anderen Seite haben große Adressen ihre Engagements ausgebaut. JPMorgan Chase erhöhte seine Position im dritten Quartal 2025 um 549 % und erwarb mehr als 15 Millionen zusätzliche Aktien. Der Bestand stieg damit auf etwa 17,8 Millionen Papiere. Diese gegenläufigen Signale spiegeln unterschiedliche Einschätzungen zur kurzfristigen Entwicklung wider.

Im Fokus steht dabei, wie neue Angebote in den Bereichen hormonelle Gesundheit, Gewichtsreduktion und Labordienstleistungen in wiederkehrende, profitable Umsätze überführt werden.

Ausbauoffensive und internationale Expansion

Trotz des Kursdrucks setzt Hims & Hers seine Wachstumsstrategie fort. Das Unternehmen investiert kräftig in den Ausbau der Infrastruktur. In New Albany, Ohio, läuft ein Investitionsprogramm über 200 Millionen US-Dollar, das die regionale Präsenz deutlich vergrößern soll.

Zudem treibt Hims & Hers sein Angebot an personalisierten Gesundheitsdiensten voran und erweitert die Technologieplattform. Mit der Übernahme von ZAVA im Juli 2025 hat sich das Unternehmen Zugang zu den Märkten in Deutschland, Irland und Frankreich gesichert. Parallel wurden Dienste in Kanada gestartet und Programme zur Gewichtsreduktion auf das Vereinigte Königreich ausgedehnt.

Profitabilität im Mittelpunkt

Im Kern geht es darum, ob Hims & Hers das Wachstumstempo halten und gleichzeitig eine dauerhaft tragfähige Profitabilität erreichen kann. Auf Zwölfmonatsbasis erzielte das Unternehmen etwa 2,2 Milliarden US-Dollar Umsatz bei einer Bruttomarge von 75 %. Die Nettomarge liegt mit rund 6 % jedoch noch vergleichsweise niedrig.

Höhere Ausgaben für künstliche Intelligenz, Laborkapazitäten und Personal könnten die Margen kurzfristig weiter belasten. Entscheidende Hinweise zur weiteren Entwicklung dürften mit dem nächsten Quartalsbericht Ende Februar folgen, wenn das Management den Ausblick für 2026 und die erwartete Margenentwicklung konkretisiert.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.