Der Abschluss dieser Handelswoche war für Hexagon-Aktionäre alles andere als entspannt. Der schwedische Industrietechnologiekonzern trennte sich von seiner Software-Tochter Octave Intelligence — und Morningstar stufte die Aktie prompt auf „Sell“ herab.
Mechanische Delle, echter Gegenwind
Am Donnerstag, dem 21. Mai, begann die Hexagon-Aktie ex-Bezugsrecht auf Octave-Anteile zu handeln. Das Verhältnis: eine Octave-Aktie je zehn Hexagon-Aktien. Auf unadjustierter Basis brach der Kurs an diesem Tag um rund 22 Prozent ein — ein rein mechanischer Effekt der Abspaltung, kein Kurssturz im klassischen Sinne.
Auf adjustierter Basis sieht die Woche freundlicher aus. Der bereinigte Schlusskurs kletterte von 79,72 SEK am Dienstag auf 84,64 SEK am Freitag. Das entspricht einem stetigen Aufwärtstrend durch die gesamte Abspaltungswoche.
Morningstar traut dem Kurs nicht
Weniger ermutigend: Morningstar senkte das Rating von „Hold“ auf „Sell“ und kappte das Kursziel auf 73 SEK, zuvor waren es 78,35 SEK. Die Analysten sehen die Bewertung nach dem Abgang des Octave-Segments kritischer. Ohne das Softwaregeschäft müsse das verbleibende Portfolio — Präzisionsmessung und Positionierungstechnologie — höhere Erwartungen an Marge und organisches Wachstum erfüllen.
Das dürfte Anleger beschäftigen. Der Kurs in Frankfurt notierte zuletzt bei 7,98 Euro, rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 11,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut 20 Prozent.
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Octave startet eigenständig
Die Abspaltung selbst schreitet planmäßig voran. Am 19. Mai erhielt Octave Intelligence die Börsenzulassung für Nasdaq Stockholm. Die schwedischen Depository Receipts starten dort am 25. Mai. In den USA läuft seit dem 21. Mai der „When-issued“-Handel an der New Yorker Nasdaq, der reguläre Handel folgt am 28. Mai.
Hexagon konzentriert sich künftig auf zwei Segmente: Industrial Enterprise Solutions und Geospatial Enterprise Solutions. Das Unternehmen hat beim Capital Markets Day Ende April Ziele für 2026 bis 2030 ausgegeben — organisches Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent jährlich, EBITAC-Margen zwischen 24 und 26 Prozent sowie eine Cash Conversion von 90 bis 100 Prozent des EBITAC.
Ob das reicht, um das Morningstar-Urteil zu entkräften, zeigt sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen — in einem Übergangsjahr, das Währungsgegenwind und Zollrisiken gleich mitliefert.
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