Hewlett Packard Enterprise profitiert voll vom anhaltenden KI-Boom. Der Auftragsbestand für KI-Server kletterte im zweiten Geschäftsquartal 2026 auf knapp sechs Milliarden Dollar. Der Konzern hatte im März noch fünf Milliarden Dollar ausgewiesen. Die Nachfrage bleibt robust.
Der heutige Kurssprung von 7,14 Prozent auf 41,58 Euro folgt darauf. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Aktienkurs bereits mehr als verdoppelt. Seit Jahresanfang beträgt das Plus 101,5 Prozent.
Auftragsbestand verdoppelt
Der Quartalsumsatz lag bei 10,68 Milliarden Dollar, ein Plus von 40 Prozent im Vorjahresvergleich. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,79 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartung von 0,54 Dollar deutlich.
CEO Antonio Neri sieht keine kurzfristige Übertreibung. Der KI-Auftragsbestand habe sich in den vergangenen Quartalen verdoppelt. Das deute auf einen nachhaltigen Trend hin. Der Konzern hob die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Sie liegt nun bei einem Plus von 29 bis 33 Prozent. Das Netzwerkgeschäft soll um 72 bis 75 Prozent wachsen, getrieben von KI-Rechenzentren.
Partnerschaften als Erfolgsfaktor
Die Kooperation mit NVIDIA ist zentral für die KI-Server. Sie sichert HPE den Zugang zu aktuellen Grafikprozessor-Architekturen. Die Übernahme von Juniper Networks stärkte zudem das Netzwerkgeschäft für KI-Umgebungen.
Das Cloud- und KI-Segment erwirtschaftete im zweiten Quartal 7,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 22,9 Prozent. Die operative Marge lag bei 12,4 Prozent. Allein der Serverumsatz stieg um knapp ein Drittel auf 5,5 Milliarden Dollar.
Hinzu kommen neue Kooperationen im Quantencomputing. Im Juni vereinbarte HPE Partnerschaften mit acht Unternehmen, darunter Intel, IQM und Quantinuum. Ziel ist die Entwicklung hybrider Systeme aus klassischen und Quantencomputern.
Ab dem 1. Juli 2026 vertreibt HPE drei wichtige Softwareprodukte exklusiv über Partner. Der Schritt unterstreicht die Bedeutung des Partnerökosystems für den Konzern.
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