Die Hewlett Packard Enterprise-Aktie zeigt sich von ihrer starken Seite und klettert zeitweise um über 5 Prozent auf 24,07 Dollar. Das überrascht, denn die Quartalszahlen liefern ein zwiespältiges Bild: Während die Umsätze kräftig anzogen, brach der Gewinn regelrecht ein.
Das dritte Geschäftsquartal 2025 brachte HPE einen Umsatzsprung auf 9,14 Milliarden Dollar – deutlich mehr als die erwarteten 8,77 Milliarden. Doch beim Gewinn je Aktie enttäuschte der Konzern mit nur 0,21 Dollar, während Analysten mit 0,41 Dollar gerechnet hatten. Im Vorjahr waren es noch 0,38 Dollar gewesen.
Wells Fargo hebt Kursziel deutlich an
Trotz der gemischten Zahlen zeigen sich die Experten optimistisch. Wells Fargo erhöhte das Kursziel von 22 auf 26 Dollar und verwies auf die „netto positiven Ergebnisse“ des Unternehmens. Das neue Ziel basiert auf einem 9-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis der Schätzungen für 2026.
Besonders beeindruckend entwickelt sich das KI-Geschäft: HPE erzielte etwa 1,6 Milliarden Dollar Umsatz mit KI-Servern – ein Anstieg von 1,0 Milliarden Dollar im Vorquartal. Neue KI-Aufträge erreichten 2,2 Milliarden Dollar, der Auftragsbestand schwoll auf 3,7 Milliarden Dollar an.
Server-Margen unter Druck
Der Erfolg im KI-Bereich hat allerdings seinen Preis. Die Server-Margen sanken auf 6,4 Prozent – ein Rückgang um stolze 442 Basispunkte zum Vorjahr. Immerhin: Sequenziell verbesserten sie sich um 50 Basispunkte.
Für das vierte Quartal stellt HPE Umsätze zwischen 9,7 und 10,1 Milliarden Dollar in Aussicht, beim Gewinn je Aktie rechnet das Management mit 0,56 bis 0,60 Dollar. Die KI-Sparte soll dabei einen Dämpfer erleben – hier erwartet HPE einen Rückgang um 30 Prozent, nachdem im dritten Quartal ein Großauftrag das Ergebnis befeuert hatte.
Die Sovereign-AI-Aufträge legten unterdessen um beeindruckende 250 Prozent zu – ein Zeichen dafür, dass Regierungen und staatliche Institutionen verstärkt auf eigene KI-Infrastruktur setzen.
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