Hershey hat im zweiten Quartal einen der stärksten Ergebnissprünge der jüngeren Firmengeschichte vorgelegt. Der Süßwarenkonzern narbte sich am Vorjahresquartal, das durch hohe Kosten belastet war, deutlich ab – und straffte gleichzeitig seine Jahresprognose nach oben.
Umsatz und Gewinn ziehen deutlich an
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 6,6 Prozent auf 2,787 Milliarden Dollar. Organisch und währungsbereinigt legte das Geschäft um 3,6 Prozent zu.
Der Nettogewinn schnellte auf 457,7 Millionen Dollar – der Vorjahreswert lag bei nur 62,72 Millionen Dollar. Je Aktie blieben 2,26 Dollar übrig. Bereinigt um Sondereffekte verdiente Hershey 1,90 Dollar je Aktie, ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Auf Sechsmonatssicht summierte sich der Umsatz auf 5,89 Milliarden Dollar, ein Plus von 8,7 Prozent. Organisch und währungsbereinigt wuchs Hershey um 5,8 Prozent. Der Nettogewinn für das erste Halbjahr stieg auf 892,8 Millionen Dollar – ein Sprung von 211,3 Prozent, bereinigt legte der Gewinn je Aktie um 28,4 Prozent zu.
CEO Kirk Tanner sprach von einem starken ersten Halbjahr und verwies auf eine spürbare Erholung bei den Erträgen. Das Unternehmen gehe mit Schwung, ausgebauten Wachstumsplänen und höheren Investitionen in Marken und Innovation in die zweite Jahreshälfte.
Prognose enger gefasst – nach oben
Für das Gesamtjahr zieht Hershey die Prognose enger: Der Umsatz soll nun um 4,5 bis 5 Prozent wachsen, organisch um 3 bis 3,5 Prozent – beides am oberen Ende der bisherigen Spannen. Beim Gewinn erwartet der Konzern ein ausgewiesenes Plus von 82 bis 89 Prozent je Aktie, bereinigt peilt Hershey 8,36 bis 8,52 Dollar je Aktie an.
Dividende läuft unverändert weiter
Der Vorstand erklärte parallel die reguläre Quartalsdividende: 1,452 Dollar je Stammaktie und 1,320 Dollar für die Class-B-Anteile. Ausgezahlt wird sie am 15. September 2026 an Aktionäre, die am 14. August 2026 im Bestand sind – bereits die 386. Ausschüttung in Folge bei den Stammaktien und die 167. bei der Class-B-Linie.
Mit der engeren, nach oben korrigierten Jahresprognose signalisiert das Management Zuversicht für die zweite Jahreshälfte. Ob sich das Tempo aus dem ersten Halbjahr halten lässt, zeigt sich spätestens beim Bericht zum dritten Quartal.
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