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Hermes Aktie: Analysten-Upgrade

Die Analysehäuser Kepler Cheuvreux und HSBC haben ihre Empfehlungen für Hermes auf Kauf hochgestuft und sehen deutliches Kurspotenzial. Die Aktie notiert nach einem 52-Wochen-Tief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zwei Banken heben Rating auf Kauf hoch
  • Kursziele liegen über 2.300 Euro
  • Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Linie
  • Erste Quartalszahlen im April erwartet

Nach einer monatelangen Durststrecke und einem frischen Jahrestief schöpfen Anleger bei Hermes wieder Hoffnung. Zwei namhafte Analysehäuser sehen den französischen Luxuswert nun deutlich unterbewertet und raten zum Einstieg. Ist die Talsohle damit endgültig durchschritten?

Kepler Cheuvreux und HSBC haben ihre Einschätzungen für den Luxusgüterhersteller nach oben korrigiert. Während Kepler die Aktie neu mit einer Kaufempfehlung und einem Ziel von 2.300 Euro versieht, hob HSBC das Rating von „Halten“ auf „Kaufen“ an. Mit einem neuen Kursziel von 2.350 Euro trauen die Experten dem Papier ein Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von 1.925,00 Euro zu.

Analysten sehen deutliches Potenzial

Der Optimismus der Analysten trifft auf ein Marktumfeld, das zuletzt von Skepsis geprägt war. Erst am 6. März markierte die Aktie bei 1.902,50 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über neun Prozent. Dennoch deuten technische Indikatoren auf eine leichte Entspannung hin: Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 36,5 hat sich der Wert aus der extrem überverkauften Zone gelöst, notiert aber weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 2.158 Euro.

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Die Experten reagieren mit ihren Upgrades primär auf die Bewertungsschere, die sich durch den jüngsten Kursrückgang weit geöffnet hat. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten den gesamten Sektor belasteten, wird die fundamentale Stärke von Hermes am Markt derzeit offenbar unterschätzt.

Operative Stärke gegen Marktdruck

Fundamental präsentiert sich der Konzern trotz des schwierigen Umfelds stabil. Für das laufende Jahr setzt das Management auf Preiserhöhungen von fünf bis sechs Prozent und expandiert mit neuen Standorten in Metropolen wie Peking, Genf und London. Dass diese Strategie tragfähig ist, belegen die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres: Hermes erzielte 2025 einen Umsatz von über 16 Milliarden Euro und ein wiederkehrendes Betriebsergebnis von 6,6 Milliarden Euro. Besonders die hohe Nachfrage im Segment Lederwaren sowie zweistellige Wachstumsraten in Japan und Amerika stützten die Bilanz.

Ob die Analysten-Upgrades den Startschuss für eine nachhaltige Trendwende markieren, entscheidet sich voraussichtlich Mitte April. Am 15. April veröffentlicht Hermes die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2026, gefolgt von der Hauptversammlung am 17. April. Diese Termine werden zeigen, ob die geplanten Preisanpassungen die Margen wie erhofft stabilisieren können.

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Diskussion zu Hermes

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.