Heute ist Zahltag für Hensoldt. Der Rüstungselektronikkonzern veröffentlicht am 6. Mai 2026 seine Ergebnisse für das erste Quartal — und die Erwartungen sind hoch.
Was Analysten erwarten
Marktbeobachter rechnen mit einem Umsatz von rund 489 Millionen Euro. Das wäre ein Wachstum von knapp 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis je Aktie kalkulieren Analysten mit einem saisonal bedingten Verlust von 0,16 Euro — nach minus 0,26 Euro im ersten Quartal 2025. Ein Verlust zum Jahresauftakt ist bei Hensoldt strukturell üblich, da das Geschäft stark auf das zweite Halbjahr ausgerichtet ist.
Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn von 1,77 Euro je Aktie bei einem Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro.
Shortseller contra Kursrally
Der Aktienkurs hat in den vergangenen sieben Tagen rund 8 Prozent zugelegt. Aktuell notiert das Papier bei 80,92 Euro — damit liegt es knapp vier Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro ist Hensoldt allerdings noch fast 30 Prozent entfernt.
Ausgerechnet in dieser Phase melden Leerverkäufer verstärkte Positionen. Aktuelle Daten zeigen meldepflichtige Netto-Leerverkaufspositionen oberhalb der EU-Schwelle von 0,5 Prozent. Das schafft eine interessante Konstellation: Übertreffen die Q1-Zahlen die Erwartungen, könnten Shortseller unter Druck geraten und ihre Positionen schließen — was den Kurs zusätzlich antreiben würde.
Kapazitätsausbau und neue Lieferkette
Hensoldt investiert parallel in Strukturen für weiteres Wachstum. In Ulm bezog das Unternehmen jüngst einen neuen Standort, an dem über 400 Mitarbeiter Radar- und Sensorprojekte vorantreiben sollen. Seit dem 1. Mai 2026 verstärkt Inka Tews als neue Personalvorständin den Vorstand.
Auf der Lieferkettenseite schloss Hensoldt eine mehrjährige Vereinbarung mit United Monolithic Semiconductors. Bis 2030 sollen 900.000 Gallium-Nitrid-Bausteine in Radarsysteme für Luftverteidigungsanlagen wie Skyranger und IRIS-T fließen. Ziel ist, die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu senken.
Das Branchenumfeld bleibt günstig. Die globalen Militärausgaben erreichten 2025 laut SIPRI einen Rekord von 2,89 Billionen US-Dollar. Wettbewerber Rheinmetall verfehlte zwar im ersten Quartal die Umsatzerwartungen, bestätigte aber seine Jahresziele — was das Vertrauen in den Sektor stützte.
Für Aktionäre steht außerdem die Hauptversammlung am 22. Mai an. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,55 Euro für das Geschäftsjahr 2025. Der Ex-Dividenden-Tag ist für den 25. Mai geplant.
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