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Symbolbild, KI-generiert

Hensoldt: luWES-Auftrag könnte Milliarde erreichen

Hensoldt peilt Milliardenvolumen im Projekt luWES an und hebt das Umsatzziel für 2030 auf sechs Milliarden Euro an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardenprojekt luWES in der Angebotsphase
  • Umsatzziel für 2030 auf sechs Milliarden angehoben
  • Investition von einer Milliarde Euro in Kapazitäten
  • 1.600 neue Mitarbeiter im laufenden Jahr

Die elektronische Kriegsführung entwickelt sich für Hensoldt vom Nischengeschäft zum potenziellen Milliardenmarkt. Im Zentrum steht das Bundeswehr-Projekt luWES. Das Rüstungsunternehmen skizzierte nach den jüngsten Quartalszahlen erstmals die konkreten Dimensionen dieses Vorhabens. Die Größenordnungen sprengen den bisherigen Rahmen.

Electronic Warfare als Wachstumstreiber

Das Programm für luftgestützte elektromagnetische Angriffe befindet sich aktuell in der Angebotsphase. Hensoldt strebt dabei die Rolle des Lieferanten für das Kern-Missionssystem an. Das Gesamtvolumen des Projekts schätzt das Management auf einen einstelligen Milliardenbetrag. Bis zu zwölf Flugzeuge könnten mit der neuen Technik ausgestattet werden.

Fällt die Entscheidung zugunsten des Konsortiums um Hensoldt, Airbus und MBDA, winken lukrative Anteile. Je nach Konfiguration entfallen rund die Hälfte der Projektgelder auf die Nutzlast. Hensoldt rechnet sich als Entwickler des sogenannten Stand-off-Jammers gute Chancen aus, hier die technologische Führung zu übernehmen.

Kapazitätsausbau und neue Prognose

Um Großaufträge dieser Art abzuwickeln, baut der Konzern massiv aus. Nach umfassenden Investitionen in den vergangenen Jahren fließt nun eine weitere Milliarde Euro in die Erweiterung der industriellen Kapazitäten. Parallel dazu wächst die Belegschaft rasant. Allein im laufenden Jahr stellt Hensoldt 1.600 neue Mitarbeiter ein.

Die Auftragsbücher sind voll, die Lieferketten werden langfristig abgesichert. Eine neue Vereinbarung garantiert dem Unternehmen die dauerhafte Versorgung mit knapp einer Million essenzieller Galliumnitrid-Chips für moderne Radarsysteme. Angesichts dieser Basis hob der Vorstand das Umsatzziel für 2030 auf nun sechs Milliarden Euro an.

An der Börse reagierten Anleger am Donnerstag verhalten, die Aktie gab leicht auf 79,00 Euro nach. Auf Jahressicht steht dennoch ein klares Plus von 13 Prozent auf der Kurstafel. Gestützt wird diese Entwicklung durch dauerhaft hohe Verteidigungsetats auf nationaler und europäischer Ebene.

Hauptversammlung rückt näher

Für Aktionäre steht der nächste Fixpunkt bereits im Kalender. Auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2026 stimmt das Gremium über die Gewinnverwendung ab. Vorgeschlagen ist eine Dividende von 0,55 Euro je Aktie. Wer von der geplanten Ausschüttung am 27. Mai profitieren will, muss die Papiere zwei Tage zuvor im Depot halten.

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