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Hensoldt Aktie: Tews und Dörre kaufen für 193.000 Euro

Zwei Hensoldt-Vorstände investieren fast 200.000 Euro in eigene Aktien, während der Kurs nahe dem Jahrestief notiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Insiderkäufe von fast 200.000 Euro
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief
  • Auftragseingang mehr als verdoppelt
  • Prognose für Free Cashflow erhöht

Zwei Hensoldt-Vorstandsmitglieder greifen in einem schwachen Markt zur eigenen Aktie. Das Signal kommt zur richtigen Zeit — aber ob es reicht, ist eine andere Frage.

Tews und Dörre kaufen für fast 200.000 Euro

Vorständin Inka Tews erwarb am 23. Juni Aktien für rund 10.400 Euro zu 69,50 Euro je Stück. Einen Tag später kaufte sie erneut — diesmal für rund 10.100 Euro zu 67,36 Euro. Beide Transaktionen liefen über die Börse Frankfurt und Xetra.

Vorstand Oliver Dörre war bereits am 22. Juni aktiv. Er kaufte über zwei Transaktionen Aktien für insgesamt rund 172.000 Euro — zu Kursen von 69,50 Euro und 67,98 Euro je Aktie. Zusammen kommen die vier gemeldeten Käufe auf knapp 193.000 Euro.

Das Pikante daran: Der Freitags-Schlusskurs lag bei 64,96 Euro. Beide Vorstände sitzen damit bereits auf Buchverlusten.

Kursbild unter Druck

Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen fast ein Viertel ihres Werts verloren. Auf Sicht von sieben Tagen beträgt das Minus gut zehn Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 115,10 Euro ist der Kurs weit entfernt — der Abstand beträgt fast 44 Prozent.

Knapp über dem Boden liegt die Aktie hingegen: Das 52-Wochen-Tief von 63,12 Euro wurde erst am 26. Juni markiert. Der aktuelle Kurs liegt nur knapp drei Prozent darüber. Der RSI von 31,8 zeigt einen technisch überverkauften Bereich an.

Starke Auftragslage, schwacher Kurs

Operativ liefert Hensoldt solide Zahlen. Im ersten Quartal 2026 stieg der Auftragseingang auf 1,48 Milliarden Euro — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand erreichte 9,8 Milliarden Euro. Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen.

Anfang Juni hob Hensoldt zudem die Prognose für den bereinigten Free Cashflow an: von rund 40 auf rund 50 Prozent des bereinigten EBITDA. Als Grund nannte das Unternehmen höhere Kundenanzahlungen durch beschleunigte Beschaffungsprozesse in Deutschland.

Der Markt quittiert das bisher nicht mit steigenden Kursen. Hensoldt notiert rund 20 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 81,76 Euro.

Der nächste Unternehmenstermin ist der Halbjahresfinanzbericht am 31. Juli 2026. Bis dahin bleibt die Kurszone um 63 Euro das entscheidende Niveau: Hält sie, stützt das den Rebound vom Freitag. Bricht sie, zeigt sich, dass Insiderkäufe allein keinen Boden bilden.

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