Zwei Daten im Mai dürften für Hensoldt-Anleger zur Nagelprobe werden. Am 6. Mai präsentiert der Sensorhersteller seine Zahlen für das erste Quartal 2026 — zwei Wochen später folgt die Hauptversammlung. Der Kurs hat zuletzt Fahrt aufgenommen, liegt aber noch deutlich unter den Analystenzielen.
Bundespolizei-Auftrag und Milliarden-Investitionen
Hensoldt liefert hochmobile Drohnenabwehrsysteme an die Bundespolizei. Das stärkt die Position im zivilen Sicherheitssektor — einem Wachstumsfeld, das das Unternehmen gezielt ausbaut. Für 2025 bis 2027 plant Hensoldt Investitionen von rund einer Milliarde Euro und will rund 1.600 neue Stellen schaffen.
Die Aktie schloss am Freitag bei 81,62 Euro — ein Plus von knapp sechs Prozent in der Woche. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Gewinn von 24 Prozent. Allerdings notiert der Kurs noch gut 29 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro.
Analysten sehen Luft nach oben
Deutsche Bank Research bestätigt das Kaufrating mit einem Kursziel von 101 Euro. Barclays bleibt bei „Equal Weight“, nennt aber 95 Euro als Ziel. Beide Häuser sehen den fairen Wert also spürbar über dem aktuellen Kurs.
Für 2026 rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,78 Euro.
Dividende und Hauptversammlung
Auf der Hauptversammlung am 22. Mai stimmen die Aktionäre über die Dividende für 2025 ab. Hensoldt schlägt 0,55 Euro je Aktie vor. Für 2026 erwarten Analysten eine Erhöhung auf rund 0,71 Euro.
Ob der operative Aufwärtstrend auch in den Q1-Zahlen sichtbar wird, zeigt sich am 6. Mai. Der RSI von 34,6 signalisiert eine überverkaufte Lage — das könnte den Kurs vor dem Zahltag noch einmal beflügeln.
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