Deutlicher Personalaufbau zur Bewältigung der Nachfrage
Der Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt stellt die Weichen für weiteres operatives Wachstum. Wie die Börsen-Zeitung am Donnerstag berichtete, plant das Unternehmen im laufenden Jahr insgesamt 1.600 Neueinstellungen. Nach Angaben von Vorstandschef Oliver Dörre verzeichnet der Konzern ein anhaltend hohes Bewerberinteresse: Rund 70.000 Interessenten hätten sich in diesem Jahr bereits gemeldet.
Der Ausbau der personellen Kapazitäten steht im Einklang mit einer wachsenden Nachfrage nach Sensorik und Verteidigungstechnik. Zu Beginn der Woche unterzeichnete Hensoldt am Montag eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium.
Die Vereinbarung umfasst weitere umfangreiche Radarlieferungen und die Stärkung der Radarfähigkeiten vor Ort. Darüber hinaus wollen beide Seiten den gemeinsamen Betrieb sowie den Einsatz von Weitbereichsradaren des Typs TRL-4D LR prüfen. Zu Stückzahlen, dem genauen Auftragswert oder Lieferzeitplänen machten die Beteiligten dabei keine Angaben.
Geteilte Einschätzungen unter den Analysten
In den Einschätzungen der Analystenhäuser zeichnet sich vor diesem Hintergrund ein differenziertes Bild ab. Am Mittwoch bekräftigte Jefferies die Einstufung mit „Buy“ und sah das Kursziel bei 98 Euro. Analyst Ben Brown erwartet solide Ergebnisse für das dritte Quartal und hält eine Anhebung der Umsatzprognose für wahrscheinlich.
Verhaltener äußerte sich am Donnerstag das Bankhaus ODDO BHF. Die Analysten senkten ihr Kursziel für das Papier von zuvor 85 Euro auf 83,50 Euro, behielten jedoch die Einstufung „Neutral“ bei.
Aktie notiert unter langfristiger Trendlinie
Am Markt zeigte sich zum Wochenausklang eine leichte Erholung. Am Freitag schloss das Papier mit einem Tagesplus von 1,9 Prozent bei 76,36 Euro.
Trotz dieser jüngsten Befestigung spiegelt der Kurs noch eine gewisse Zurückhaltung wider: Die Notierung liegt aktuell 4,8 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Für Anleger rückt nun der nächste fundamentale Meilenstein näher. Hensoldt wird die Zahlen für das dritte Quartal 2026 am 5. November veröffentlichen.
Stand heute, 10. Oktober: Hensoldt – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Hensoldt investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 10. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
