Trotz voller Auftragsbücher und einer Marge über Erwartung schicken Anleger die Hensoldt-Papiere heute auf Talfahrt. Der Rüstungselektronik-Spezialist meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 einen massiven Anstieg bei den Neubestellungen, verfehlte jedoch die Umsatzprognose der Analysten knapp. Der Markt straft diese Diskrepanz sofort ab.
Rekordjagd bei den Bestellungen
Operativ läuft es für den Konzern rund: Die geopolitische Lage und die Aufrüstung der NATO-Partner treiben die Nachfrage massiv an. Der Auftragseingang sprang im Gesamtjahr 2025 um beachtliche 62 Prozent auf 4,71 Milliarden Euro. Damit wuchs der Auftragsbestand auf ein Polster von 8,83 Milliarden Euro an – ein klarer Indikator für gesicherte Auslastung in der Zukunft.
Auch bei der Profitabilität konnte Hensoldt punkten. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 452 Millionen Euro. Mit einer Marge von 18,4 Prozent übertraf das Unternehmen hierbei die Markterwartungen und demonstrierte eine robuste Ertragskraft.
Umsatzverfehlung belastet den Kurs
Doch die Börse fokussiert sich heute auf das Haar in der Suppe. Der Konzernumsatz stieg zwar auf 2,46 Milliarden Euro, blieb damit aber leicht unter der Konsensschätzung von 2,50 Milliarden Euro. In einem nervösen Marktumfeld reichte diese kleine Verfehlung aus, um Verkaufsdruck auszulösen.
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Die Aktie verliert im heutigen Handel deutlich und notiert aktuell bei 75,90 Euro, ein Minus von rund 5,9 Prozent. Damit setzt sich der negative Trend der letzten Wochen fort; der Titel hat sich inzwischen über 34 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch im Oktober entfernt.
Kontinuität an der Spitze und Ausblick
Um langfristig Ruhe in die Unternehmensführung zu bringen, wurde der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Oliver Dörre vorzeitig bis Ende 2031 verlängert. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Management einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro sowie eine weitere Margensteigerung auf 18,5 bis 19,0 Prozent in Aussicht.
Die Diskrepanz zwischen der fundamentalen Auftragslage und der aktuellen Kursentwicklung ist augenfällig. Während der heutige Kursrutsch die Enttäuschung über den Umsatzmissklang widerspiegelt, untermauert der Rekordauftragsbestand das mittelfristige Wachstumspotenzial. Anleger bewerten die Situation derzeit skeptisch, doch die bestätigte Prognose für 2026 und die stabile Marge liefern ein solides fundamentales Gerüst, sobald sich der Verkaufsdruck legt.
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