Henkel schärft sein Profil in der Spezialchemie. Der Konzern bestätigt aktuell fortlaufende Verhandlungen über den Zukauf von Stahl Holdings B.V., um das Segment Adhesive Technologies strategisch zu verstärken. Parallel dazu nähert sich ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm seinem geplanten Abschluss.
- Verhandlungen über Kauf von Stahl Holdings B.V. bestätigt
- Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro läuft planmäßig
- Fokus auf hochmargige Spezialchemikalien in der Klebstoffsparte
Strategischer Ausbau der Spezialchemie
Die Gespräche mit der Wendel SE über einen möglichen Erwerb der Stahl Holdings B.V. befinden sich laut Henkel in einem fortgeschrittenen Stadium. Eine bindende Vereinbarung steht allerdings noch aus. Mit diesem Schritt würde der Konzern seine Position bei Spezialbeschichtungen für Leder und flexible Substrate deutlich ausbauen.
Passt diese potenzielle Akquisition zur langfristigen Neuausrichtung des Konzerns? Die Integration hochwertiger Spezialchemikalien ist ein zentraler Pfeiler, um das Portfolio stärker auf margenstarke Segmente auszurichten. Durch die engere Verzahnung mit dem Bereich Adhesive Technologies zielt das Management darauf ab, die Marktführerschaft in technologisch anspruchsvollen Nischen weiter zu festigen.
Rückkaufprogramm vor dem Abschluss
Flankiert wird die operative Expansion durch eine konsequente Kapitalallokation. Das im März vergangenen Jahres gestartete Aktienrückkaufprogramm über insgesamt eine Milliarde Euro schreitet planmäßig voran. Im Januar wurden erneut Anteile am Markt erworben:
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- 45.000 Vorzugsaktien
- 14.447 Stammaktien
Das Programm, das bis zu 800 Millionen Euro für Vorzugs- und 200 Millionen Euro für Stammaktien vorsieht, soll bis spätestens 31. März abgeschlossen sein. Henkel nutzt damit den vorhandenen Liquiditätsspielraum, um den Shareholder Value zu steigern, während gleichzeitig Mittel für anorganisches Wachstum bereitgehalten werden.
Ausblick und wichtige Termine
Das laufende Jahr 2026 steht zudem im Zeichen des 150-jährigen Firmenjubiläums. Neben globalen Feierlichkeiten setzt das Unternehmen auf Anreize für die eigene Belegschaft. Ein spezielles Mitarbeiteraktienprogramm sieht vor, dass Investitionen der Beschäftigten durch das Unternehmen um 41 Prozent aufgestockt werden.
Für Anleger wird der März entscheidend. Am 11. März veröffentlicht Henkel die detaillierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Diese Zahlen werden zeigen, wie stabil sich das Kerngeschäft vor dem Hintergrund der geplanten Übernahme entwickelt hat. Es folgen die Hauptversammlung am 26. oder 27. April sowie der Bericht zum ersten Quartal 2026 am 7. Mai.
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