Die fusionierte Helvetia Baloise Holding legt im BVG-Geschäft einen klaren Wachstumsnachweis vor. Vor allem teilautonome Lösungen treiben das Geschäft. Die Vollversicherung verliert dagegen weiter an Bedeutung.
Helvetia baut das Ergebnis aus
Im Kollektivlebengeschäft der Helvetia stieg der Betriebsgewinn in der beruflichen Vorsorge um 11 Prozent auf 68,4 Millionen Schweizer Franken. Im Vorjahr waren es 61,9 Millionen Franken. Das lag vor allem an einer besseren Nettoanlagerendite von 2,2 Prozent nach 1,9 Prozent.
Auch der Nettokapitalertrag fiel höher aus und erreichte 335 Millionen Franken. Die Zahl der aktiv Versicherten kletterte um 7 Prozent auf 240.693. Das zeigt: Die Sparte wächst nicht nur beim Ergebnis, sondern auch bei der Reichweite.
Teilautonomer Trend prägt das Geschäft
Besonders stark entwickelte sich die Sammelstiftung BVG Invest. Ihre Versichertenzahl legte um ein Fünftel auf 18.800 zu. Zum Start des neuen Geschäftsjahres überschritt sie die Marke von 20.000 Versicherten und verwaltet inzwischen mehr als 2 Milliarden Franken.
Der Markttrend ist klar. Immer mehr Kunden wechseln zu teilautonomen Lösungen. Dort fließen die Sparbeiträge nicht als Prämien in die Rechnung ein. Genau das drückt das gemeldete Prämienvolumen.
Helvetia weist deshalb im Kollektivlebengeschäft ein Minus von 7,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Franken aus. Bei den Risiko- und Kostenprämien verbuchte der Versicherer dagegen ein Plus von 2,6 Prozent. Außerdem sank der Betriebsaufwand pro aktiv versicherte Person um mehr als 15 Prozent auf 361 Franken.
Baloise meldet ähnliche Dynamik
Auch die frühere Baloise-Seite zeigt Rückenwind im teilautonomen Geschäft. Die Sammelstiftung Perspectiva überschritt erstmals die Schwelle von 2 Milliarden Franken verwaltetem Vermögen. Die Zahl der angeschlossenen Unternehmen stieg von 5.186 auf 5.321.
Im Anlagemarkt erzielte Perspectiva 2025 eine Performance von 6,6 Prozent. Dadurch konnten die Altersguthaben mit 3,0 Prozent verzinst werden. Das ist ein ordentliches Ergebnis in einem Markt, der sich sichtbar weg von der klassischen Vollversicherung bewegt.
Aktie hält sich stabil
An der Börse kam die Nachricht ruhig an. Die Aktie schloss am Freitag bei 222,00 Euro und legte um 0,27 Prozent zu. Auf Wochensicht steht sie jedoch mit minus 4,80 Prozent im Rückstand. Gegenüber dem 200-Tage-Durchschnitt liegt der Kurs mit 1,20 Prozent leicht darüber.
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