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Heidelberger Druckmaschinen Aktie: ONBERG startet Drohnenabwehr

Heidelberger Druckmaschinen verlagert Produktion und steigt in Drohnenabwehr ein. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von fast 14 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktion wandert nach China
  • Neuer Standort in Nordmazedonien
  • Einstieg in Drohnenabwehr
  • Aktie springt um 14 Prozent

Heidelberger Druckmaschinen baut radikal um. Der SDax-Konzern verlagert Teile seiner Produktion ins Ausland und steigt in die Drohnenabwehr ein. Anleger feiern den strategischen Kurswechsel. Die Aktie beendete die vergangene Woche mit einem Kurssprung von fast 14 Prozent.

Mehr Gewinn, weniger Marge

Das abgelaufene Geschäftsjahr liefert ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg leicht auf rund 2,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern kletterte von fünf auf 15 Millionen Euro.

Die operative Profitabilität schwächelt indes. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 6,6 Prozent. Auch der operative Cashflow fiel auf 36 Millionen Euro. Das Management begründet dies mit geringeren Kundenanzahlungen und hohen Transformationskosten.

Ein Lichtblick bleibt die Nettofinanzposition. Sie lag zum Stichtag Ende März bei soliden 39 Millionen Euro.

Drohnenabwehr statt Druckmaschinen

Um die Kosten im Kerngeschäft zu drücken, zieht der Vorstand Konsequenzen. Die Fertigung der Speedmaster CX 104 wandert vollständig nach China. Parallel dazu baut Heidelberger einen neuen Standort in Nordmazedonien auf.

Der Konzern sucht neue Erlösquellen abseits der Druckbranche. Die neu gegründete HD Advanced Technologies bündelt künftig Projekte für Energie, Sicherheit und Verteidigung.

Ein klarer Schnitt. Besonders das Joint Venture ONBERG Autonomous Systems sorgt für Aufsehen. Hier entwickelt das Unternehmen nun Lösungen für die autonome Drohnenabwehr.

Rote Zahlen für den Umbau

Die Börse belohnt den harten Sparkurs. Mit einem Schlusskurs von 1,567 Euro überwand die Aktie den 50-Tage-Durchschnitt. Dieser verläuft bei 1,47 Euro. Der seit April gültige Abwärtstrend ist damit vorerst gebrochen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 kündigt der Vorstand allerdings tiefgreifende Einschnitte an. Hohe Einmalkosten für Abfindungen und Produktionsverlagerungen belasten die Bilanz. Der Konzern rechnet mit einem Nettoverlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

Am 23. Juli 2026 stellt sich das Management den Aktionären. Auf der ordentlichen Hauptversammlung muss der Vorstand weitere Details zur Umsetzung des Zukunftsplans liefern.

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Diskussion zu Heidelberger Druckmaschinen

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.