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Heidelberger Druck: Umsatz fällt auf 404 Millionen

Heidelberger Druckmaschinen verzeichnet Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal, hält aber an der Jahresprognose fest. Der Aktienkurs reagiert leicht positiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz sinkt auf 404 Millionen Euro
  • Nettoverlust von 32 Millionen Euro
  • Jahresprognose trotz schwachem Start bestätigt
  • Neuer Finanzvorstand ab Oktober

Heidelberger Druckmaschinen hat am Mittwoch Zahlen vorgelegt, die auf den ersten Blick alarmieren: Der Umsatz im ersten Quartal 2026/2027 fiel auf 404 Millionen Euro, nach 466 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA brach auf gerade einmal 1 Million Euro ein, die Marge lag bei mageren 0,2 Prozent.

Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 32 Millionen Euro. Trotzdem hält der Konzern an seiner Jahresprognose fest – ein Signal, das die Aktie am Donnerstag mit einem Plus von 0,8 Prozent auf 1,45 Euro honorierte.

Auftragseingang schwächelt, Prognose bleibt stehen

Auch beim Auftragseingang zeigt sich Heidelberger Druckmaschinen im ersten Quartal schwächer als im Vorjahr: 537 Millionen Euro standen 559 Millionen Euro im Vorjahresquartal gegenüber.

Für das Gesamtjahr 2026/2027 rechnet das Unternehmen dennoch weiterhin mit stabilen Konzernumsätzen auf Vorjahresniveau und einer spürbaren Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge. Das erste Quartal ist im Druckmaschinengeschäft traditionell das schwächste, entscheidend wird sich die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf zeigen müssen.

Dass der Konzern trotz eines derart schwachen Auftakts an seinen Zielen festhält, deutet auf Vertrauen in die zweite Jahreshälfte hin. Für Anleger bleibt die Frage entscheidend, ob sich die versprochene Margenverbesserung tatsächlich materialisiert oder ob die Prognose am Jahresende revidiert werden muss.

Diversifikation als zweites Standbein

Reuters berichtete, dass Heidelberger Druckmaschinen parallel zum schwachen Kerngeschäft seine Diversifikation in die Geschäftsfelder Drohnenabwehr und Energiespeicher vorantreibt. Diese Strategie soll das traditionelle Druckmaschinengeschäft langfristig um wachstumsstärkere Standbeine ergänzen. Wie schnell und in welchem Umfang diese neuen Felder tatsächlich zum Konzernergebnis beitragen, ist derzeit noch offen.

Im operativen Kerngeschäft setzt Heidelberger Druckmaschinen unterdessen weiter auf Kundenprojekte im klassischen Druckmaschinenbau: Bei Cardbox Packaging baut eine MK Duopress Power am Standort Wolfsberg die Stanzkapazitäten aus – ein Beleg dafür, dass die Nachfrage im etablierten Geschäft nicht vollständig zum Erliegen kommt.

Wechsel an der Finanzspitze

Einen Tag vor den Quartalszahlen hatte der Aufsichtsrat mit Christoph Burkhard einen neuen Finanzvorstand bestellt. Er tritt sein Amt zum 1. Oktober 2026 an und folgt auf Volker Herdin, der zum 30. September 2026 in den Ruhestand geht.

Der Führungswechsel fällt damit in eine Phase, in der der Konzern seine Prognose gegen ein schwaches Auftaktquartal verteidigen muss – für den neuen CFO dürfte die Umsetzung der versprochenen Margenverbesserung zur zentralen Bewährungsprobe werden.

Mit dem heutigen Kurs von 1,45 Euro notiert die Aktie weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,40 Euro, das im Oktober vergangenen Jahres markiert wurde. Die Marktreaktion auf die bestätigte Prognose fiel damit moderat positiv aus, größere Kursfantasie entsteht daraus vorerst nicht.

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Diskussion zu Heidelberger Druckmaschinen

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.