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Heidelberger Druck: Bsirske wird interimistischer CEO

Gallus besetzt Führungsrollen neu; Heidelberger Druckmaschinen meldet einen Maschinenauftrag und eine Kooperation für Pharmaverpackungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bsirske übernimmt Gallus-CEO-Posten ab November
  • Urbinati soll Verwaltungsratsvorsitzender werden
  • NextGen bestellt zweite Labelmaster 440
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 31 Prozent

Die Gallus Group, eine Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen AG, ordnet ihre Unternehmensspitze neu. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, übernimmt Michael Bsirske zum 1. November 2026 interimistisch den Posten des Chief Executive Officer. Dario Urbinati wechselt unterdessen in den Verwaltungsrat der Tochtergesellschaft. In diesem Kontrollgremium soll Urbinati ab dem 1. Januar 2027 den Vorsitz übernehmen.

Neben der Neubesetzung der Führungsspitze vermeldete das Tochterunternehmen eine Veränderung im weltweiten Vertrieb. Uwe Boerner übernahm die globale Leitung des Vertriebs bereits zum 1. Oktober 2026. In dieser Position folgt Boerner auf Thomas Schweizer. Mit diesen personellen Weichenstellungen regelt das Tochterunternehmen sowohl die operative Führung für die kommenden Monate als auch die künftige Leitung im Aufsichtsgremium.

Neuer Maschinenauftrag und Kooperation

Die personellen Maßnahmen bei Gallus fallen zeitlich mit operativen Entwicklungen bei der Heidelberger Druckmaschinen AG zusammen. Am Dienstag bestellte die NextGen Label Group bei dem Konzern eine zweite Gallus Labelmaster 440. Laut einer Meldung des Unternehmens handelt es sich bei dem bestellten Modell um eine Achtfarbenmaschine. Die Installation des neuen Drucksystems soll zu Beginn des Jahres 2027 erfolgen.

Zusätzlich vereinbarten Heidelberger Druckmaschinen und die pfenning-Gruppe eine Zusammenarbeit im industriellen Bereich. Die geschlossene Partnerschaft zielt auf integrierte Lösungen für die pharmazeutische Verpackungsproduktion ab. Im Mittelpunkt der Kooperation steht das Vorhaben, die drei Kernbereiche Druck, Verpackung und Logistik künftig durchgängig miteinander zu verbinden.

Branchenausblick und Kursentwicklung

Einen Ausblick auf weitere technologische Schwerpunkte gibt der Druckmaschinenhersteller in der kommenden Woche. Heidelberger Druckmaschinen kündigte die Veranstaltung SHIFT 2026 für den 6. und 7. Oktober 2026 an. Im Rahmen dieses Events sollen den Teilnehmern konkrete Einblicke in Digitalisierung, Automatisierung und Robotik geboten werden, speziell ausgerichtet auf die hybride Druckproduktion.

Am Aktienmarkt verlief der Handel zum Ausklang der Woche verhalten. Das Wertpapier von Heidelberger Druckmaschinen schloss am Freitag bei einem Kurs von 1,41 Euro. Damit verzeichnete der Titel einen leichten Tagesverlust von 0,6 Prozent. Betrachtet man die Entwicklung über das bisherige Börsenjahr hinweg, steht seit dem Jahresanfang ein Minus von 31 Prozent zu Buche.

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Diskussion zu Heidelberger Druckmaschinen

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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