Ein Traditionsunternehmen aus dem Maschinenbau eröffnet ein Drohnenabwehrzentrum in Brandenburg — und der Markt reagiert. Heidelberger Druckmaschinen hat am 14. April 2026 den operativen Betrieb des Joint Ventures ONBERG Autonomous Systems gestartet. Im Beisein von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und dem israelischen Botschafter Ron Prosor demonstrierte das Unternehmen seine autonomen Abwehrsysteme live.
Vom Drucker zum Sicherheitstechnik-Konzern
ONBERG ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-israelischen Partner Ondas Autonomous Systems. Heidelberger Druck hält 49 Prozent, Ondas 51 Prozent. Das Ziel: ein integrierter Anbieter für den Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa. Die Systeme bündeln Erkennung, Führung und Abwehr in einer einzigen Architektur.
Das passt zum Zeitgeist. Das neue KRITIS-Dachgesetz verschärft die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland. Heidelberger Druck adressiert damit einen wachsenden Markt — als dritte strategische Säule neben dem Kerngeschäft im Verpackungs- und Digitaldruck sowie der Ladeinfrastruktur.
Führungsduo bleibt, Prognose steht
Einen Tag vor dem ONBERG-Start sicherte der Aufsichtsrat die personelle Kontinuität. CEO Jürgen Otto erhält einen verlängerten Vertrag bis Juli 2029. CSO Dr. David Schmedding bleibt sogar bis Juni 2031. Das Management-Team, das seit Juli 2024 die Transformation vorantreibt, bleibt damit fest im Sattel.
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Finanziell hält das Unternehmen an seinen Zielen fest. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 plant das Management einen Umsatz von rund 2,35 Milliarden Euro — nach 2,28 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge soll von 7,1 auf 8 Prozent steigen. Rückenwind kommt aus Lateinamerika: Allein auf der Fachmesse Expoprint generierte das Unternehmen Aufträge über 30 Millionen Euro.
Kurs mit Schwung, aber noch weit vom Hoch
Die Aktie hat die Neuigkeiten mit Tempo eingepreist. Auf Sicht von 30 Tagen legte der Kurs rund 25 Prozent zu, gestern schloss er bei 1,67 Euro. Im Intraday-Handel kletterte der Kurs zwischenzeitlich auf über 1,60 Euro mit Tagesgewinnen von rund 20 Prozent. Das klingt stark — relativiert sich aber beim Blick auf das 52-Wochen-Hoch von 2,54 Euro. Dort liegt noch ein Abstand von rund 34 Prozent.
Die eigentliche Frage ist, ob ONBERG über die Demonstration hinaus schnell zu einem messbaren Umsatzbeitrag wird. Drohnenabwehr ist ein politisch geförderter Wachstumsmarkt, aber der Weg von der Live-Demo zu konkreten Großaufträgen braucht Zeit. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die dritte Säule trägt — oder vorerst Kulisse bleibt.
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