Warnungen vor einem schwachen Jahresauftakt hielten Anleger zuletzt auf Distanz. Nun wendet sich das Blatt spürbar, denn führende Investmentbanken blicken geschlossen über die witterungsbedingten Belastungen des Baustoffkonzerns hinweg. Diese unerschütterliche Zuversicht der Analysten löst am Mittwoch eine bemerkenswerte Gegenbewegung aus.
Analysten blicken auf 2027
Die Experten sind sich einig, dass kurzfristige Hürden die langfristige Bewertung nicht trüben. Gleich drei große Analysehäuser haben ihre positiven Einschätzungen bekräftigt und rufen Kursziele auf, die weit über dem aktuellen Niveau liegen:
- Jefferies: Einstufung „Buy“, Kursziel 285 Euro
- UBS: Einstufung „Buy“, Kursziel 260 Euro
- JP Morgan: Einstufung „Overweight“, Kursziel 250 Euro
Alle drei Institutionen erwarten für das erste Quartal 2026 operative Einbußen. JP Morgan rechnet konkret mit einem Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBITDA) um rund 13 Prozent. Verantwortlich dafür ist primär das ungünstige Wetter, welches die Bautätigkeit zum Jahresstart bremste. Jefferies sieht den Titel auf Basis der Gewinnerwartungen für das kommende Jahr dennoch als massiv unterbewertet an.
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Starke Marktreaktion
Diese geballte Rückendeckung verfehlt ihre Wirkung am Aktienmarkt nicht. Nach einer von geopolitischen Sorgen und Branchenunsicherheiten geprägten Konsolidierung zieht der Kurs kräftig an und verzeichnet heute ein deutliches Plus von 9,19 Prozent auf 186,00 Euro. Damit signalisieren die Investoren neues Vertrauen in die bestätigten Jahresziele. Das Management peilt weiterhin ein Ergebnis aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zwischen 3,40 und 3,75 Milliarden Euro an.
Der Fokus verlagert sich nun auf den kommenden Monat, der handfeste Zahlen liefern wird. Am 6. Mai präsentiert das Unternehmen das Trading-Update zum ersten Quartal und quantifiziert die tatsächlichen Wettereffekte. Eine Woche später, am 13. Mai, steht auf der Hauptversammlung die geplante Dividendenerhöhung auf 3,60 Euro je Aktie zur Abstimmung. Flankiert wird dieses Aktionärstreffen vom Start der nächsten Aktienrückkauf-Tranche mit einem Volumen von 450 Millionen Euro.
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