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Symbolbild, KI-generiert

Hanwha Solutions Aktie: Aufsicht bremst

Die Finanzaufsicht prüft die geplante Kapitalerhöhung von Hanwha Solutions nach fehlerhafter Kommunikation. Das Unternehmen plant Entschuldung und Investitionen in neue Solartechnologien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kapitalerhöhung unter verschärfter Aufsicht
  • Plan zur Tilgung von 1,5 Billionen Won Schulden
  • Investition in Perowskit-Tandem-Solarzellen
  • Aktienkurs legt trotz Hürden deutlich zu

Hanwha Solutions muss bei der geplanten Kapitalerhöhung über 2,4 Billionen Won einen Gang zurückschalten. Nach einer fehlerhaften Kommunikation gegenüber der südkoreanischen Finanzaufsicht FSS steht das Unternehmen nun unter verschärfter Beobachtung. Für den Solar-Riesen geht es um die Existenzgrundlage seiner künftigen Strategie: den Spagat zwischen massiver Entschuldung und notwendigen Investitionen in die nächste Technologiegeneration.

Behörden prüfen Details

Die Finanzaufsicht FSS hat eine Prioritätsprüfung eingeleitet, die bis zum 10. April 2026 abgeschlossen sein soll. Hintergrund ist eine missverständliche Aussage von Hanwha, wonach die Kapitalmaßnahme bereits vorab mit den Wächtern abgestimmt gewesen sei – eine Behauptung, die die FSS umgehend dementierte. Nun stehen die Verwendung der Mittel, die Risikoaufklärung und der Schutz von Minderheitsaktionären im Fokus.

Sollten die eingereichten Unterlagen nicht ausreichen, drohen dem Konzern erzwungene Korrekturen am Zeitplan. Trotz dieser regulatorischen Hürden reagierte der Markt heute positiv: Die Aktie legte um rund sieben Prozent auf 38.100 KRW zu, nachdem sie im vergangenen Monat deutlich unter Druck geraten war.

Verkauf von Beteiligungen geplant

Um die eigene Bilanz nicht durch neue Kredite zu belasten, plant die Holding Hanwha Corporation, ihren Anteil an der Kapitalerhöhung durch den Verkauf von Vermögenswerten zu finanzieren. Rund 700 Milliarden Won sollen so zusammenkommen. Als wahrscheinlichster Kandidat für eine Veräußerung gilt die Beteiligung an Korea Zinc.

Der Marktwert des 1,28-prozentigen Anteils wird auf etwa 353,7 Milliarden Won geschätzt. Dieser Schritt ist strategisch notwendig, da die Verschuldungsquote der Holding durch eine geplante Abspaltung im Juli 2026 ohnehin steigen dürfte. Offiziell bestätigt ist der Verkauf der Korea-Zinc-Anteile bisher jedoch nicht.

Fokus auf US-Markt und neue Zellen

Von den angestrebten 2,4 Billionen Won soll der Großteil – etwa 1,5 Billionen Won – direkt in die Tilgung fälliger Anleihen und Kredite fließen. Das Ziel ist klar formuliert: Die konsolidierte Schuldenquote soll bis Ende 2026 unter 150 Prozent sinken.

Die verbleibenden 900 Milliarden Won fließen in die Forschung und Produktion hocheffizienter Solarzellen, darunter die Perowskit-Tandem-Technologie. Ein wichtiger Hoffnungsträger bleibt das US-Werk in Cartersville. Mit dem Start der Massenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 rechnet das Management mit erheblichen Steuergutschriften, die die Profitabilität der Erneuerbare-Energien-Sparte nachhaltig stützen sollen.

Die kommenden Tage bis zum 10. April sind entscheidend, wenn die Finanzaufsicht ihr Urteil über den Wertpapierbericht fällt. Sollten Nachbesserungen gefordert werden, könnte der Zeitplan für die Entschuldung ins Wanken geraten. Dennoch setzt das Management auf eine Rückkehr in die Gewinnzone bereits im laufenden ersten Quartal 2026.

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