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Haleon Aktie: Ausblick enttäuscht

Der Konsumgüterkonzern Haleon verfehlt seine Umsatzziele und dämpft die Erwartungen für 2026. Trotz gestiegener Gewinne belasten schwache Nachfrage und Preisdruck die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzwachstum bleibt hinter eigenen Zielen zurück
  • Gewinn steigt deutlich, höhere Dividende beschlossen
  • Neue Volumenstrategie für den US-Markt angekündigt
  • Aktienkurs verliert nach enttäuschendem Ausblick

Haleon kämpft mit spürbarem Gegenwind auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt. Trotz einer soliden Gewinnsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr dämpfen eine schwache Erkältungswelle und ein zunehmend preissensibles Konsumverhalten die Erwartungen für die kommenden Monate. Anleger reagierten am Mittwoch verstimmt auf die Nachricht, dass das Unternehmen seine mittelfristigen Wachstumsziele vorerst verfehlen dürfte.

Schwache Nachfrage belastet Umsatz

Der britische Konsumgüterkonzern verzeichnete für das Jahr 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 3,0 Prozent. Damit blieb das Unternehmen hinter dem eigenen Zielkorridor von 4 bis 6 Prozent zurück. Verantwortlich dafür war vor allem eine unterdurchschnittliche Erkältungs- und Grippesaison, die den Absatz von Atemwegsprodukten bremste.

Zudem macht sich die angespannte finanzielle Lage der Verbraucher in Nordamerika bemerkbar. Viele Kunden greifen vermehrt zu günstigeren Eigenmarken der Handelsketten statt zu den Markenprodukten von Haleon. Um diesem Trend entgegenzuwirken, plant das Management eine strategische Neuausrichtung: Im laufenden Jahr soll der Fokus in den USA verstärkt auf dem Gewinn von Marktanteilen und höheren Absatzmengen liegen, anstatt weitere Preiserhöhungen durchzusetzen.

Gewinnplus und Aktionärsrendite

Trotz der Herausforderungen auf der Umsatzseite konnte Haleon seine Profitabilität deutlich steigern. Der Vorsteuergewinn kletterte um knapp 13 Prozent auf 2,15 Milliarden Pfund. Diese Effizienzsteigerung ermöglicht es dem Unternehmen, die Aktionäre stärker am Erfolg zu beteiligen. Neben einer Erhöhung der Gesamtdividende um 7,6 Prozent auf 7,1 Pence pro Aktie wurde für das Jahr 2026 ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen Pfund angekündigt.

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An der Börse überwog dennoch die Skepsis über die künftige Wachstumsdynamik. Die Aktie verlor am Mittwoch spürbar an Boden und notierte zuletzt bei 4,50 Euro, was einem Rückgang von 3,19 Prozent entspricht. Damit entfernt sich der Wert weiter von seinem 52-Wochen-Hoch, das am 20. Februar bei 4,77 Euro markiert wurde.

Vorsichtiger Start in das neue Jahr

Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management vorsichtig. Erwartet wird ein organisches Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent. Da diese Prognose erneut am unteren Ende oder sogar unter den mittelfristigen Erwartungen des Marktes liegt, bleibt die Zurückhaltung der Investoren bestehen.

Kann die neue Volumenstrategie in den USA den erhofften Umschwung bringen? Das Unternehmen setzt darauf, durch stabilere Preise die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Eigenmarken zurückzugewinnen, was jedoch kurzfristig die Margenentwicklung fordern könnte. Ein wichtiger Indikator für den Erfolg dieser Strategie wird die Entwicklung der Marktanteile in den kommenden Quartalsberichten sein.

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