Hain Celestial trennt sich von seinem umsatzstarken, aber kaum profitablen Snack-Geschäft in Nordamerika. Gestern gab der Konzern den Verkauf für 115 Millionen US-Dollar in bar bekannt. Warum opfert CEO Alison Lewis fast ein Viertel des weltweiten Konzernumsatzes für eine höhere Marge?
- Transaktion: Verkauf des nordamerikanischen Snack-Segments (u. a. Terra Chips, Garden Veggie Snacks)
- Käufer: Snackruptors Inc.
- Finanzielle Auswirkung: Bereich lieferte 22 % des weltweiten Umsatzes (GJ 2025), aber kaum Gewinn
- Zeitplan: Abschluss bis zum 28. Februar 2026 geplant
Fokus auf Rendite statt Masse
Der Deal markiert einen scharfen Kurswechsel unter der seit Dezember amtierenden Führung. Obwohl das veräußerte Segment im Geschäftsjahr 2025 rund 38 % des Nordamerika-Umsatzes und 22 % des weltweiten Geschäfts ausmachte, war der Beitrag zum operativen Ergebnis (EBITDA) in den letzten zwölf Monaten vernachlässigbar. Hain Celestial bereinigt das Portfolio damit um Volumstreiber, welche die Profitabilität des Gesamtkonzerns bisher bremsten. Die Nettoerlöse sollen vollständig in den Abbau von Schulden fließen, um die Bilanz zu stärken.
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Strategie des profitablen Schrumpfens
Die Strategie von CEO Alison Lewis setzt auf ein kleineres, aber rentableres Unternehmen. Nach dem Verkauf konzentriert sich Hain Celestial auf Kernbereiche wie Tee (Celestial Seasonings), Joghurt und Babynahrung. Für dieses Restgeschäft prognostiziert das Management Bruttomargen von über 30 % und eine operative Marge (EBITDA) im niedrigen zweistelligen Bereich. Die Marktteilnehmer reagierten am Montag positiv auf diese „Shrink-to-grow“-Strategie und schickten die Aktie ins Plus.
Am Montag, den 9. Februar 2026, veröffentlicht Hain Celestial vor Börsenöffnung die Zahlen zum zweiten Quartal. In der anschließenden Analystenkonferenz wird das Management voraussichtlich erläutern, wie der Wegfall des Snack-Volumens die Prognose für das restliche Geschäftsjahr konkret verändert.
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