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Symbolbild, KI-generiert

H2APEX Aktie: WAL-Projekt über 100 Megawatt

H2APEX erhöht den Halbjahresumsatz deutlich, verzeichnet aber ein schwächeres EBITDA. Die Jahresprognose bleibt unverändert bestehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Projektentwicklung vervierfacht Erlöse auf 3,2 Millionen Euro
  • Konzernumsatz wächst um 67,5 Prozent
  • Wasserstoffproduktion steigt auf 45 Tonnen
  • Aktie verliert 3,6 Prozent am Freitag

H2APEX treibt die Transformation seines Geschäftsmodells voran und verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2026 ein deutliches Umsatzplus im Bereich der Projektentwicklung.

Während sich das Unternehmen wie geplant aus dem klassischen EPC-Geschäft (Engineering, Procurement and Construction) zurückzieht, konnten neue Technologien und Großprojekte die Erlöse stützen. Trotz des operativen Wachstums belasteten gestiegene Kosten für Personal und den Wasserstoffhandel das Ergebnis.

Starkes Wachstum in der Projektentwicklung

Im ersten Halbjahr 2026 steigerte H2APEX den Konzernumsatz um 67,5 Prozent auf 7,0 Millionen Euro. Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung war laut EQS-News das Segment Projektentwicklung sowie Energie- und Asset-Management, dessen Erlöse sich auf 3,2 Millionen Euro vervierfachten. Ein zentraler Pfeiler war dabei der im Februar 2026 geschlossene Beratungsvertrag (PMC) für das 100-Megawatt-Großprojekt „WAL – Wasserstoff aus Lubmin“. Für dieses Vorhaben konnte zudem die Einspeisekapazität in das Wasserstoff-Kernnetz gesichert werden.

Parallel dazu erzielte die Tochtergesellschaft AKROS Energy erstmals Umsätze mit ihrer auf Salz basierenden Speichertechnologie. Auch die eigene Produktion von grünem Wasserstoff legte zu: Mit 45 Tonnen wurden im Berichtszeitraum rund 16 Prozent mehr produziert als im Vorjahreszeitraum. Das Dienstleistungssegment steuerte 3,6 Millionen Euro zum Umsatz bei, wobei hier der geplante Abbau des EPC-Geschäfts die Dynamik erwartungsgemäß dämpfte.

Kostendruck und bestätigte Jahresziele

Die Expansion und der operative Hochlauf hinterließen jedoch Spuren in der Bilanz. Das EBITDA belief sich am 27. August gemeldeten Zahlen zufolge auf minus 14,8 Millionen Euro, nach minus 13,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Neben höheren Kosten für externes Fachpersonal im Rahmen des PMC-Vertrags drückten vor allem die Aufwendungen für den Wasserstoffhandel auf die Marge. Das bereinigte EBITDA lag bei minus 14,4 Millionen Euro.

Trotz der ausgeweiteten Verluste hält die Unternehmensführung an ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2026 fest. Erwartet wird weiterhin ein Jahresumsatz in einer Spanne von 14 bis 16 Millionen Euro. Das Unternehmen setzt dabei auf die weitere Skalierung der Projektpipeline und die zunehmende Kommerzialisierung der Speicherlösungen.

Marktumfeld und Analysteneinschätzungen

Anleger reagierten am Freitag zurückhaltend auf das Marktumfeld, die Aktie gab um 3,6 Prozent nach und schloss bei 1,07 Euro. Dennoch weist das Papier auf Sicht von 30 Tagen ein deutliches Plus von 45 Prozent auf, was die positive Grundstimmung der vergangenen Wochen unterstreicht.

Medienberichten zufolge hatten Analysten ihre Erwartungen bereits vor gut drei Wochen angepasst. Dabei wurde der Konsens für den Jahresumsatz leicht von 15,0 Millionen auf 14,3 Millionen Euro gesenkt.

Gleichzeitig rechnen Beobachter mit höheren Verlusten je Aktie von 0,52 Euro statt der zuvor erwarteten 0,32 Euro. Das durchschnittliche Kursziel wurde in diesem Zusammenhang auf 2,17 Euro korrigiert, was jedoch weiterhin signifikant über dem aktuellen Kursniveau liegt.

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