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Guess? Aktie: Übernahmekrimi eskaliert!

Eine Anwaltskanzlei untersucht die Fairness des Übernahmepreises von 16,75 Dollar je Aktie bei Guess?. Interessenkonflikte und Rollover-Vereinbarungen der Gründer stehen im Fokus der Ermittlungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Juristische Prüfung des Übernahmepreises
  • Rollover-Vereinbarungen für Gründer bis 49%
  • Analystenmehrheit bei Hold-Rating
  • Gewinn je Aktie halbierte sich zuletzt

Die geplante Übernahme von Modekonzern Guess? durch Authentic Brands Group entwickelt sich zum juristischen Nervenspiel. Eine renommierte Anwaltskanzlei hat Ermittlungen gegen den Vorstand eingeleitet – und stellt die Fairness des milliardenschweren Deals infrage. Droht jetzt ein Nachspiel für Aktionäre?

Machtpoker hinter den Kulissen

Im Fokus der Untersuchung steht der Übernahmepreis von 16,75 Dollar je Aktie. Die Anwaltskanzlei Bleichmar Fonti & Auld prüft, ob dieser Betrag die öffentlichen Aktionäre angemessen entschädigt. Besonderes Augenmerk liegt auf den Rollover-Vereinbarungen: Die Gründer Paul und Maurice Marciano sollen zusammen mit anderen Investoren bis zu 49 Prozent der neuen IP-Holding und 100 Prozent der operativen Gesellschaft übernehmen. Diese Konstruktion wirft Fragen nach Interessenkonflikten auf – könnte der Preis höher sein, wenn nicht Insider beteiligt wären?

Geteiltes Analystenlager

Während die Übernahme zunächst für Begeisterung sorgte – die Aktie sprang bei der Ankündigung im August um 26 Prozent – zeigen sich jetzt Risse im Optimismus. Die Mehrheit der Analysten verharrt bei einem „Hold“-Rating mit Kurszielen genau beim Übernahmepreis von 16,75 Dollar. Doch Zacks sticht mit einem „Strong Buy“ heraus und verweist auf gestiegene Gewinnerwartungen. Noch beunruhigender: Die Leerverkäuferquote stieg auf fast 20 Prozent – ein klares Zeichen, dass einige Marktteilnehmer mit fallenden Kursen rechnen.

Unternehmen im Umbruch

Die geplante Privatisierung kommt in turbulenten Zeiten für Guess?. Zwar legten die Umsätze im letzten Quartal um 6 Prozent auf 773 Millionen Dollar zu, doch die Profitabilität brach ein: Der bereinigte Gewinn je Aktie halbierte sich nahezu. Noch bedeutsamer: Das Unternehmen stellte seine Prognosen ein und sagte die Quartals-Pressekonferenzen ab – eine Maßnahme, die die Transparenz für Investoren deutlich reduziert.

Die Übernahme durch Authentic Brands soll Guess? die Freiheit geben, langfristige Strategien abseits des Quartalsdrucks zu verfolgen. Doch jetzt steht zunächst die juristische Prüfung im Vordergrund. Wird der Deal wie geplant bis Ende 2026 durchgehen – oder müssen Aktionäre mit Verzögerungen oder sogar Nachverhandlungen rechnen?

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.