Tektonische Verschiebungen im Finanzgefüge: Gubra meldet zwar Rekordergebnisse, senkt aber gleichzeitig die Prognose für das Kerngeschäft. Diese Entwicklung stellt den neuen CEO vor eine schwierige Aufgabe – während Investoren durch stürmische Gewässer navigieren.
Die dänische Biotech-Gesellschaft überraschte vergangene Woche mit widersprüchlichen Signalen. Einerseits katapultierten sich die Halbjahreszahlen auf Rekordniveau, andererseits trübte eine Prognosesenkung für das wichtige Auftragsforschungsgeschäft die Stimmung erheblich.
Zwei Geschichten, ein Unternehmen
Am 21. August präsentierte Gubra spektakuläre Zahlen für das erste Halbjahr 2025: Der Konzernumsatz explodierte auf 2,5 Milliarden DKK, das EBIT schoss auf 2,3 Milliarden DKK hoch. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete das Unternehmen lediglich 121 Millionen DKK Umsatz bei einem negativen EBIT von 21 Millionen DKK.
Doch bereits einen Tag zuvor, am 20. August um 17:11 Uhr, dämpfte eine Pressemitteilung die Euphorie. Gubra korrigierte die Jahresprognose 2025 für das Contract Research Organization (CRO)-Geschäft deutlich nach unten:
• Organisches Umsatzwachstum: von „10-20% Wachstum“ auf „leicht unter 2024-Niveau“
• EBIT-Marge: von 25-31% auf „rund 20%“
Als Grund nannte das Management makroökonomische Unsicherheiten in den USA, die zu einem schwierigen Finanzierungsumfeld und längeren Entscheidungswegen bei Biotech-Kunden führten.
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Führungswechsel in stürmischen Zeiten
Hinzu kommt ein bereits am 12. August angekündigter Führungswechsel. CEO Henrik Blou übergibt nach fast einem Jahrzehnt die Zügel an Markus Rohrwild, der ab dem 8. September übernimmt. Der Schweizer/Deutsche bringt umfangreiche Erfahrungen von Novartis Pharma und der Roivant Group mit.
Kann der neue CEO das Ruder herumreißen? Rohrwild erbt ein Unternehmen mit einer durch die AbbVie-Partnerschaft gestärkten Bilanz, muss aber gleichzeitig die Herausforderungen im CRO-Geschäft meistern. Seine strategischen Prioritäten zur Bewältigung der US-Markt-Probleme stehen im Fokus der Investoren.
Analysten werden vorsichtiger
Die Marktreaktion konzentrierte sich weniger auf den einmaligen Finanzgewinn aus dem AbbVie-Deal, sondern vielmehr auf die operativen Probleme im Kerngeschäft. Das CRO-Segment galt bislang als stabiler Cashgenerator – die unerwartete Verlangsamung wirft Fragen zur kurzfristigen Wachstumsperspektive auf.
Am 22. August reduzierten DNB Carnegie und SEB ihre Kursziele, Goldman Sachs bestätigte ein neutrales Rating bei ebenfalls gesenktem Kursziel. Heute Vormittag um 10:21 Uhr notierte die Aktie bei rund 379 DKK – nach erheblicher Volatilität und einem deutlichen Rückgang über die vergangenen sechs Monate.
Der 8. September wird zeigen, welche strategischen Weichen der neue CEO stellt.
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