Ein zweiter Bodeneinbruch binnen sechs Wochen an derselben Stelle in Busan setzt GS Engineering & Construction unter Druck. Am Sonntagmorgen öffnete sich gegen 9:18 Uhr erneut ein Erdfall am Naeseong-Unterführung im Stadtteil Dongnae-gu – exakt dort, wo Anfang April bereits ein großflächiger Sinkhole aufgetreten war. Die Behörden sperrten umgehend die Zufahrt Richtung Myeongnyun-dong, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Wiederholungsfall wirft Fragen auf
Dass der Erdfall am selben Punkt auftritt, verschärft die Sicherheitsdebatte um den tiefen Tunnelvortrieb. Notfallreparaturen von April haben offenbar nicht ausgereicht. GS Engineering & Construction, als Generalunternehmer für das Manduk-Centum-Tunnelprojekt verantwortlich, schickte noch am Sonntag Techniker zur Bodenanalyse. Spezialisten prüfen nun, ob die Tunnelbohrarbeiten direkt die Standfestigkeit der Oberfläche beeinträchtigen. Das Unternehmen betont, den Vorfall ernst zu nehmen und Bodendruck sowie Grundwasserpegel permanent zu überwachen.
Geschäftszahlen mit Licht und Schatten
Die operative Seite zeigt sich indes widerstandsfähig. Im ersten Quartal 2026 erzielte GS Engineering & Construction einen Umsatz von 2,40 Billionen Won – ein Rückgang von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der operative Gewinn stieg dagegen um 4,4 Prozent auf 73,5 Milliarden Won. Die Sparte Architektur und Wohnungsbau trug mit 1,42 Billionen Won am stärksten bei, gefolgt vom Infrastrukturbereich mit 326,4 Milliarden Won.
Neubestellungen summierten sich auf 2,60 Billionen Won für das Quartal. Auffällig: Die kumulierten Aufträge für Stadterneuerung und Instandhaltung haben die 4-Billionen-Won-Marke bereits überschritten – rund die Hälfte des Jahresziels ist damit erreicht.
Auftragslage robust – Risiko bleibt bestehen
Große Neugewinne in Seoul und ein U-Bahn-Tunnelauftrag in Australien zeigen, dass die Projektpipeline intakt ist. Gleichzeitig verfolgen Marktteilnehmer aufmerksam, wie die Behörden auf den wiederholten Erdfall reagieren. Sollte es zu regulatorischen Auflagen oder Baustopps kommen, wären nicht nur laufende Projekte betroffen – auch die Eignung für künftige Ausschreibungen könnte leiden. GS Engineering & Construction arbeitet bereits seit einiger Zeit daran, sein angeschlagenes Sicherheitsimage zu rehabilitieren. Der erneute Vorfall in Busan setzt diese Bemühungen auf die Probe.
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