Green Bridge Metals hat die Finanzierung für sein zentrales Wachstumsprojekt abgeschlossen und zugleich die behördliche Freigabe für das nächste Bohrprogramm erhalten. Die Aktie notiert dennoch nahe ihrem Jahrestief – ein Widerspruch, der sich vor allem durch die Verwässerung aus der jüngsten Kapitalerhöhung erklärt.
Kapitalerhöhung bringt 4 Millionen Kanadische Dollar
Ende Juli schloss Green Bridge Metals eine „Best-Efforts“-Privatplatzierung ab. Das Unternehmen platzierte 32.006.000 Units zu je 0,125 Kanadischen Dollar und erzielte damit einen Bruttoerlös von 4.000.750 Kanadischen Dollar.
Jede Unit besteht aus einer Stammaktie und einem Warrant, der bis zum 30. Juli 2029 zu 0,155 Kanadischen Dollar ausgeübt werden kann. Stifel Canada fungierte als alleiniger Agent und Bookrunner der Transaktion.
Der Agent erhielt zudem eine bis zum 29. August 2026 laufende Option auf den Verkauf weiterer sechs Millionen Units zum Angebotspreis beziehungsweise alternativ sechs Millionen Aktien zu 0,0987 Dollar oder sechs Millionen Warrants zu 0,0263 Dollar. Die frischen Mittel fließen direkt in die Weiterentwicklung des Serpentine-Projekts.
Serpentine erhält behördliche Freigabe, Foraco bohrt ab August
Anfang Juli genehmigte das Minnesota Department of Natural Resources den Explorationsplan für das Kupfer-Nickel-Projekt Serpentine. Green Bridge Metals beauftragte Foraco International mit mindestens 1.640 Metern Diamantkernbohrungen in der ersten Phase.
Die Arbeiten sollen im August 2026 beginnen und sich auf Zonen konzentrieren, die die geologische Sicherheit der bestehenden Mineralressource erhöhen sollen.
Parallel dazu ist metallurgische Testarbeit geplant, um Verarbeitungseigenschaften und mögliche Rückgewinnungspfade des Materials zu klären. Damit verknüpft das Unternehmen die frisch eingeworbenen Mittel unmittelbar mit einem konkreten, terminierten Arbeitsprogramm – ein Aspekt, den Anleger bei der Bewertung der Verwässerung gegenrechnen dürften.
Titac-Bohrungen bestätigen Kupfermineralisierung
Bereits Ende Mai hatte Green Bridge Metals erste Ergebnisse aus dem Phase-1-Bohrprogramm am Titac-Projekt vorgelegt. Die ersten drei Bohrlöcher bestätigten breite Abschnitte mit Kupfermineralisierung im Zusammenhang mit sogenannten Oxide Ultramafic Intrusions.
Aus der Zone Titac South meldete das Unternehmen unter anderem einen Abschnitt von 152 Metern mit einem Kupfergehalt von 0,31 Prozent, begleitet von Titandioxid- und Vanadiumpentoxid-Gehalten.
Die Assays der übrigen drei Bohrlöcher standen zu dem Zeitpunkt noch aus. Die Kombination aus Titac und Serpentine bildet damit die operative Basis, auf der Green Bridge Metals seine Explorationsstrategie aufbaut.
Kursbild spiegelt Verwässerung und Marktnervosität
An der Börse zeigt sich das Spannungsfeld zwischen operativem Fortschritt und frischem Kapitalbedarf deutlich. Die Aktie notiert aktuell bei 0,0524 Euro und liegt damit nur noch 12,45 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,0466 Euro vom 30. September 2025. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 0,2290 Euro aus dem Februar 2026 hat das Papier über drei Viertel seines Wertes eingebüßt.
Der Relative-Stärke-Index von 28,6 signalisiert eine überverkaufte Situation, was angesichts der jüngsten Kursverluste nicht überrascht. Heute legt die Aktie immerhin um 3,56 Prozent zu – ein erster Hinweis darauf, dass sich der Abwärtsdruck nach der Kapitalerhöhung möglicherweise abschwächt, während die Bohrprogramme in Minnesota nun operativ Fahrt aufnehmen.
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