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Green Bridge Metals Aktie: Bohrlöcher bis 2.500 Meter ab Juni 2026

Green Bridge Metals erwartet Entscheidung zu Serpentine-Genehmigung und finale Bohrdaten von Titac South. Der Aktienkurs zeigt gemischte Signale.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Entscheidung über Serpentine-Genehmigung steht an
  • Ausstehende Bohrergebnisse von Titac South
  • Politische Erleichterung durch aufgehobenes Moratorium
  • Aktie notiert unter Jahreshoch

Green Bridge Metals geht mit zwei offenen Kurstreibern in die neue Woche. Beim Titac-South-Projekt fehlen noch wichtige Bohrergebnisse. Parallel wartet das Unternehmen auf eine Genehmigung in Minnesota, die das größere Serpentine-Projekt voranbringen könnte.

Die Aktie hat bereits viel vorweggenommen. Am Freitag schloss sie bei 0,12 Euro und legte auf Tagessicht 4,29 Prozent zu. Über die Woche bleibt dennoch ein Minus von 2,41 Prozent.

Serpentine ist der größere Hebel

Titac South liefert kurzfristig die Schlagzeilen. Serpentine ist jedoch das Kernprojekt mit dem größeren Gewicht. Das Kupfer-Nickel-Sulfidsystem liegt rund 5,5 Kilometer südöstlich von Babbitt im St. Louis County. Es befindet sich im Duluth Complex, direkt neben den Lagerstätten NorthMet und Sunrise.

Serpentine verfügt bereits über eine angezeigte Ressource von 21,6 Millionen Tonnen mit 0,46 Prozent Kupfer. Dazu kommt eine abgeleitete Ressource von 279,9 Millionen Tonnen mit 0,37 Prozent Kupfer. Der Nickelgehalt dieser abgeleiteten Ressource liegt bei 0,12 Prozent.

Die zuständige Behörde in Minnesota prüft seit Ende April einen formellen Explorationsplan. Der Antrag umfasst Diamantbohrungen an bis zu 12 Standorten sowie geophysikalische Untersuchungen. Eine Entscheidung kann bereits im Juni fallen.

Kommt die Freigabe, will Green Bridge mit sechs bis zehn Bohrlöchern starten. Das Programm soll zusammen bis zu 2.500 Meter umfassen. Die Arbeiten wären für den Zeitraum von Juni 2026 bis Juni 2027 vorgesehen.

Das Ziel ist klar: Green Bridge will die bestehende Ressource überprüfen und nach Kobalt sowie Platingruppenelementen suchen. Eine erste wirtschaftliche Bewertung soll innerhalb von 18 Monaten nach Bohrbeginn folgen. Das dürfte spannend werden, denn Serpentine könnte die Bewertung des Unternehmens stärker prägen als Titac South.

Titac South bleibt der kurzfristige Test

Bei Titac South hat das Phase-1-Programm bereits gezeigt, dass das System breiter ist als die bisherige Titandioxid-Story. Alle sechs Bohrlöcher trafen auf Sulfidmineralisierung. Die ersten Laborwerte bestätigten breite Abschnitte mit Kupfer, Titandioxid und Vanadiumoxid.

Drei Bohrlöcher stehen noch aus. Besonders wichtig ist ein Step-out-Bohrloch, das eine zuvor ungeprüfte geophysikalische Anomalie testet. Es kann zeigen, ob sich die bekannte Mineralisierung seitlich ausdehnt.

TS26-005 brachte über 152 Meter einen Kupfergehalt von 0,31 Prozent. Der Abschnitt enthielt außerdem 13,7 Prozent Titandioxid und 0,15 Prozent Vanadiumoxid.

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TS26-003 fiel noch länger aus. Das Bohrloch lieferte 190 Meter mit 0,30 Prozent Kupfer. Innerhalb davon lag ein Abschnitt von 14 Metern bei 0,48 Prozent Kupfer.

Auch der Vanadiumoxid-Gehalt bei TS26-003 lag bei 0,13 Prozent. Damit bleibt Titac South nicht nur ein Titan-Projekt. Der polymetallische Charakter rückt stärker in den Vordergrund.

Eine vollständige 3D-Auswertung der VTEM-Flugdaten zeigt vier bis fünf weitere ungeprüfte Anomalien. Sie besitzen leitfähige und magnetische Signaturen, die zu den bekannten mineralisierten Intrusionen passen. Die bisherigen Bohrungen stützen damit das Explorationsmodell des Unternehmens.

Rückenwind und Altlasten

Das politische Umfeld hat sich ebenfalls verändert. Präsident Trump hat ein Bergbaumoratorium im Superior National Forest dauerhaft aufgehoben. Die Sperre betraf mehr als 225.000 Acres und galt für zwei Jahrzehnte.

Für Entwickler im Duluth Complex verbessert das die Ausgangslage. Green Bridge zählt zu den Unternehmen, die davon profitieren könnten. Eine Genehmigung für Serpentine ersetzt dieser politische Rückenwind aber nicht.

Ein anderes Thema hat Green Bridge weitgehend abgearbeitet. Die Wertpapieraufsicht in British Columbia hatte das Unternehmen zur Entfernung einer Website mit unzulässigen wirtschaftlichen Projektionen gedrängt. Die Aktie verlor am Tag der Mitteilung mehr als 6 Prozent.

Das Management hat die Seite entfernt und die Compliance verschärft. Im Mai kamen zudem drei erfahrene Fachleute hinzu: Justin Brown als Senior Geologist und Operations Manager, Jay Robbie als Senior Geologist und Technical Advisor sowie Sam Shahrokhi als Vice President Corporate Development. Brown bringt sieben Jahre Erfahrung im Duluth Complex mit.

Der Kurs spiegelt diese Mischung aus Fortschritt und Unsicherheit wider. Seit Jahresanfang liegt die Aktie 89,84 Prozent im Plus, bleibt aber 46,94 Prozent unter dem Hoch aus dem Februar. Über dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,10 Euro notiert sie weiter mit Abstand.

Für die nächsten Wochen zählen vor allem zwei Punkte: die ausstehenden Titac-Laborwerte und die Entscheidung der Behörde in Minnesota. Positive Bohrergebnisse könnten das Explorationsmodell stärken. Die Serpentine-Genehmigung würde den Zeitplan für das wichtigste Projekt freischalten.

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