Breite Kupfermineralisierung, dazu Hinweise auf Titan, Vanadium und Platinmetalle — Green Bridge Metals hat erste Bohrergebnisse aus seinem Titac-Projekt im Nordosten Minnesotas vorgelegt. Das Ergebnis klingt vielversprechend, der Kurs reagiert bislang verhalten.
Erste Bohrlöcher bestätigen das Modell
Das Unternehmen hat sechs Diamantkernbohrungen im Rahmen seines Phase-1-Programms in der Titac-South-Zone abgeschlossen. Für die ersten drei Löcher liegen nun Assay-Ergebnisse vor: Sie zeigen breite Intervalle mit Kupfermineralisierung, die sich mit den Zielen aus der 3D-VTEM-Inversionsmodellierung decken — einem geophysikalischen Verfahren, das elektromagnetische und magnetische Daten zu einem dreidimensionalen Untergrundmodell verrechnet.
Neben Kupfer deuten die Proben auf ein polymetallisches System hin. Titaniumdioxid, Vanadiumoxid und Platinmetalle wurden als mögliche Begleitmetalle identifiziert. CEO David Suda betonte, dass in allen sechs Bohrlöchern Sulfidmineralisierung im Kern beobachtet wurde — ein Hinweis darauf, dass das mineralisierte System über das bisher untersuchte Gebiet hinausreichen könnte.
Geophysik öffnet neue Targets
Die überarbeitete 3D-VTEM-Modellierung hat mehrere bislang unbekannte Anomalien auf dem Titac-Gelände identifiziert. Diese zeigen koinzidente magnetische Hochlagen und leitfähige Signaturen — charakteristisch für die bekannten mineralisierten Ultramafitintrusionen des Duluth Complex. Das Bohrprogramm 2026 war explizit darauf ausgelegt, die Tauglichkeit dieser Methode als Explorationswerkzeug zu testen. Dieser Test gilt als bestanden.
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Die Ergebnisse der verbleibenden drei Bohrlöcher stehen noch aus, darunter ein Step-out-Loch, das eine neue geophysikalische Anomalie adressiert. Das Titac-South-Projekt verfügt bereits über eine abgeleitete Mineralressource von 46,6 Millionen Tonnen mit einem Titangehalt von 15 Prozent TiO₂, zertifiziert nach dem kanadischen NI-43-101-Standard.
Kurs weit unter Jahreshoch
An der Börse spiegelt sich die Aufregung noch nicht wider. Die Aktie notiert bei 0,12 Euro und liegt damit rund 44 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 0,22 Euro aus dem Februar. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs allerdings fast verdoppelt — ein Zeichen, dass das Interesse an dem Explorationswert in diesem Jahr deutlich gestiegen ist.
Entscheidend für die nächste Kursbewegung dürften die ausstehenden Assay-Ergebnisse der drei verbleibenden Bohrlöcher sein. Bestätigen sie das polymetallische Potenzial des Step-out-Lochs, wäre das die erste echte Erweiterung der bekannten Ressource über Titac South hinaus.
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