Milliarden-Fantasie trifft auf charttechnische Realität. Bei Graphite One klaffen die langfristigen Ambitionen und die aktuelle Kursentwicklung spürbar auseinander. Die Papiere rutschten in dieser Woche unter eine vielbeachtete Unterstützungslinie.
Am Donnerstag fiel der Kurs unter die langfristige 200-Tage-Linie. Dieser Abwärtstrend setzte sich zum Wochenschluss fort. An den US-Märkten beendete die Aktie den Freitagshandel bei 0,86 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 26 Prozent.
Strategische Bedeutung bleibt intakt
Ungeachtet der kurzfristigen Schwäche treibt das Management sein Kernprojekt voran. Das Unternehmen will eine vollständig US-basierte Lieferkette für Grafit und Anodenmaterialien aufbauen. Im Zentrum steht dabei die Graphite-Creek-Lagerstätte in Alaska. Sie gilt als das größte natürliche Grafitvorkommen der Vereinigten Staaten. Das abgebaute Material soll künftig in einer geplanten Anlage in Ohio für Elektroauto-Batterien weiterverarbeitet werden.
Die politische Rückendeckung für dieses Vorhaben wächst. Das Projekt in Alaska steht mittlerweile auf dem sogenannten FAST-41-Dashboard der US-Regierung. Dieser Status soll Genehmigungsverfahren für kritische Infrastruktur massiv beschleunigen. Parallel dazu signalisiert die staatliche Export-Import Bank (EXIM) grundsätzliche Bereitschaft zur Finanzierung. Unverbindliche Absichtserklärungen stellen Kredite von bis zu 2,07 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 185 Millionen US-Dollar ist das Unternehmen im Vergleich zum potenziellen Finanzierungsvolumen ein Zwerg. Charttechnisch rückt nun die 50-Tage-Linie bei 0,85 US-Dollar in den Fokus. Fällt der Kurs unter dieses Niveau, droht ein direkter Test der jüngsten Tiefstände.
Stand heute, 19. Oktober: Graphite One – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Graphite One investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 19. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
