Der Aufbau einer vollständigen US-Lieferkette für Grafit verschlingt bei Graphite One zunehmend Geld. Der aktuelle Jahresbericht für 2025 belegt deutlich gestiegene Entwicklungskosten und einen entsprechend höheren Nettoverlust. Gleichzeitig sichert sich das Unternehmen mit frischem Kapital und staatlichen Zuschüssen die Basis für die geplanten Milliardeninvestitionen in Ohio.
Höhere Verluste durch Projektentwicklung
Die Vorbereitungen für den Abbau in Alaska und die Verarbeitung in Ohio spiegeln sich in der Bilanz wider. Für das Geschäftsjahr 2025 meldet der Rohstoffentwickler einen Nettoverlust von 9,14 Millionen US-Dollar, nach 6,8 Millionen im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert direkt aus den intensivierten Bemühungen, Baugenehmigungen abzuschließen und die Projektfinanzierung auf die Beine zu stellen.
Um den laufenden Kapitalbedarf zu decken, sammelte das Management erst im Februar 2026 über eine Aktienemission brutto 35 Millionen Kanadische Dollar ein. Zusätzliche Entlastung bringt eine angepasste Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium. Dieses übernimmt nun 75 Prozent der Kosten eines 49,8-Millionen-Dollar-Vertrags, der durch den Inflation Reduction Act finanziert wird.
Modulare Bauweise erfordert Milliarden
Das frische Geld ist dringend nötig, denn die Baupläne sind gewaltig. Kern der Strategie ist eine Verarbeitungsanlage in Ohio, die in sieben Modulen errichtet werden soll. Allein das erste Modul mit einer Jahreskapazität von 25.000 Tonnen erfordert voraussichtlich Investitionen von 607 Millionen US-Dollar. Jede weitere Ausbaustufe wird auf 552 Millionen Dollar geschätzt.
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Zur Deckung dieser Summen stützt sich Graphite One weiterhin auf unverbindliche Absichtserklärungen der US-Export-Import-Bank (EXIM) über 2,07 Milliarden Dollar. Rund 30 Prozent der benötigten Gesamtfinanzierung sind allerdings noch nicht gesichert. Am Markt sorgt dieser immense Kapitalbedarf offenbar für Zurückhaltung. Die Aktie notiert aktuell bei 0,65 Euro und hat damit seit Jahresbeginn über 44 Prozent an Wert verloren.
Seltene Erden als potenzieller Bonus
Neben dem Grafit-Fokus lieferte eine unabhängige geologische Analyse zuletzt unerwartetes Potenzial. Gesteinsproben aus dem geplanten Abbaugebiet in Alaska weisen hohe Konzentrationen an Seltenen Erden auf. Bemerkenswert ist dabei, dass 85 Prozent dieser Funde auf stark gefragte schwere Seltene Erden und Magnetmetalle wie Dysprosium und Scandium entfallen. Ein Testprogramm mit einem nationalen US-Labor soll im laufenden Jahr 2026 klären, ob sich diese kritischen Metalle in den ersten Betriebsjahren parallel zum Grafit wirtschaftlich gewinnen lassen.
Der weitere Zeitplan für das Gesamtprojekt hängt nun maßgeblich von den Behörden ab. Reicht das Unternehmen die formellen EXIM-Finanzierungsanträge im Jahr 2026 erfolgreich ein, könnte der Bau der Mine in Alaska frühestens 2027 beginnen. Neue Details zur operativen Entwicklung wird das Management am 24. April 2026 mit dem nächsten Quartalsbericht vorlegen.
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