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Graphite One Aktie: Modularer Aufbau, große Ambitionen

Graphite One konkretisiert mit modularem Aufbauplan für seine US-Anlage den Weg zur Graphitproduktion. Die Finanzierung ist gesichert, Genehmigungen laufen und Seltene Erden bieten zusätzliches Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Modularer Aufbau der Anlage in sieben Schritten
  • Erstes Modul erfordert 607 Millionen US-Dollar
  • Produktionsstart mit zugekauftem Graphit ab 2028
  • Bestätigte Vorkommen Seltener Erden im Gestein

Graphite One hat seinen Jahresbericht für 2025 veröffentlicht — und der enthält mehr als nur Zahlen. Das Unternehmen konkretisiert seinen Weg zur Produktion mit einer modularen Strategie, die den milliardenschweren Graphit-Komplex in Ohio schrittweise aufbauen soll.

Sieben Module, ein großes Ziel

Kernstück der aktualisierten Planung ist die geplante Sekundärverarbeitungsanlage in Warren, Ohio. Sie soll in sieben eigenständigen Modulen errichtet werden, jedes mit einer Kapazität von 25.000 Tonnen pro Jahr. Das erste Modul erfordert ein Anfangsinvestment von rund 607 Millionen US-Dollar. Ab 2028 soll die Anlage zunächst mit zugekauftem Naturgraphit arbeiten, bevor ab 2031 Material aus der Graphite Creek Mine in Alaska die Vollkapazität von 175.000 Tonnen jährlich speist.

Der Ansatz verteilt das Kapitalrisiko auf mehrere Phasen — ein wichtiger Aspekt für ein Unternehmen, das noch keine Produktionseinnahmen erzielt. Für das Geschäftsjahr 2025 wies Graphite One einen Nettoverlust von 9,1 Millionen US-Dollar aus, nach 6,8 Millionen im Vorjahr. Dem gegenüber steht ein im Machbarkeitsstudien projizierter Nettogegenwartswert von 6,4 Milliarden US-Dollar.

Genehmigungen und Seltene Erden

Auf der Genehmigungsseite läuft der Prozess nach Plan: Das FAST-41-Dashboard nennt September 2026 als Zieldatum für den Abschluss des Umweltprüfungsverfahrens für die Graphite Creek Lagerstätte in Alaska.

Ein zusätzlicher Wertfaktor könnte die bestätigte Präsenz von Magnet- und Schwer-Seltenerdelementen im Lagerstättengestein sein. Unabhängige Tests haben erhöhte Konzentrationen in Granat-haltigem Material nachgewiesen. Eine Integration der Seltenerdrückgewinnung in die frühen Abbaustufen wäre technisch möglich — und würde den Projektwert über die reine Graphitförderung hinaus erweitern.

Die finanzielle Basis hat sich zuletzt gefestigt: Im Februar 2026 schloss Graphite One eine öffentliche Kapitalerhöhung über 35 Millionen Kanadische Dollar ab, bei der rund 20 Millionen Einheiten zu je 1,75 Kanadischen Dollar platziert wurden. Die zugehörigen Warrants wurden Anfang März an der TSX Venture Exchange gelistet. Die Aktie notiert aktuell rund 53 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs — der Abstand zwischen aktuellem Kursniveau und dem projektierten Projektwert bleibt damit das zentrale Spannungsfeld für Investoren.

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