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Symbolbild, KI-generiert

Graphite One Aktie: Fokus auf Milliarden-Förderung

Der US-Rohstoffentwickler Graphite One erwartet staatliche Kredite von über 2 Milliarden US-Dollar für sein Minen- und Verarbeitungsprojekt, um die heimische Lieferkette für Batteriematerialien aufzubauen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EXIM-Bank signalisiert Kredite von über 2 Mrd. US-Dollar
  • Produktion von Anodenmaterial ab Mitte 2027 geplant
  • Aktie stabilisiert sich nach deutlichem Jahresminus
  • Projekt besitzt hohe strategische Bedeutung für die USA

Nach einer spürbaren Korrektur in den vergangenen Monaten suchen Anleger bei dem US-Rohstoffentwickler nach einem soliden Boden. Während der Kurs seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben hat, rückt nun die operative Entwicklung in den Vordergrund. Im Zentrum des Interesses steht ein geplantes Milliarden-Finanzierungspaket der US-Regierung, das die heimische Lieferkette für Batteriematerialien absichern soll.

Staatliche Kredite im Visier

Trotz der jüngsten Kursschwäche bleibt die Projektfinanzierung der entscheidende Treiber für das Unternehmen. Graphite One hat angepasste Absichtserklärungen der U.S. Export-Import Bank (EXIM) erhalten, die das mögliche Kreditvolumen deutlich nach oben schrauben. Diese stellen potenzielle Mittel von 670 Millionen US-Dollar für das Minenprojekt in Alaska sowie 1,4 Milliarden US-Dollar für die geplante Verarbeitungsanlage in Ohio in Aussicht.

Im Laufe des Jahres 2026 soll der formelle Antrag eingereicht werden. Parallel laufen Gespräche mit großen nordamerikanischen Investmentbanken, um die restlichen 30 Prozent des benötigten Gesamtkapitals zu sichern.

Zwischenfinanzierung und Zeitplan

Die Aussicht auf staatliche Unterstützung sorgte zuletzt für eine leichte Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Auf Wochensicht legte der Titel um gut acht Prozent zu und ging am Freitag bei 0,77 Euro aus dem Handel, was das Minus seit Jahresanfang auf rund 34 Prozent begrenzt. Um die Vorlaufkosten für das Werk in Ohio zu decken, schloss das Management bereits im Februar eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen Kanadische Dollar ab. Die daraus resultierenden Optionsscheine werden seit Anfang März regulär an der Börse gehandelt.

Der Fahrplan für den Aufbau der US-basierten Wertschöpfungskette ist eng getaktet. Bereits Mitte 2027 soll die erste Produktion von Anodenmaterial anlaufen, bevor 2030 die eigentliche Förderung in der Mine startet. Da die Vereinigten Staaten derzeit bei natürlichem Graphit vollständig auf Importe angewiesen sind, besitzt das Projekt eine hohe strategische Relevanz. Die formelle Einreichung und anschließende Prüfung des EXIM-Antrags markieren die nächsten konkreten Meilensteine für das Unternehmen.

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