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Symbolbild, KI-generiert

GoPro Aktie: Halper Sadeh prüft Fusionspreis

GoPro vereinbart eine 285-Millionen-Dollar-Fusion mit Starman Optical und richtet das Geschäft stärker auf KI, Photonik sowie Verteidigung aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 285 Millionen Dollar Barzahlung vereinbart
  • GoPro fokussiert künftig KI und Photonik
  • Markiplier wird größter Einzelaktionär
  • Aktie verliert heute 7,6 Prozent

GoPro richtet sich mit einem umfassenden Umbau und einer Fusion grundlegend neu aus. Der Konzern unterzeichnete am Dienstag einen endgültigen Fusionsvertrag mit Starman Optical, einem privaten Unternehmen für optische Photonik.

Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Starman insgesamt 285 Millionen US-Dollar in bar an die Aktionäre zahlen, was einem Betrag von 1,14 US-Dollar pro Aktie entspricht. Bestehende Anteilseigner behalten zudem eine Beteiligung von etwa 10 Prozent am kombinierten Unternehmen. Der Abschluss der Transaktion wird bis zum Jahresende erwartet.

Strategischer Schwenk in KI- und Verteidigungsmärkte

Der Schritt markiert eine deutliche Abkehr vom reinen Fokus auf Action-Kameras für Endverbraucher. GoPro plant, künftig verstärkt in Märkten wie KI-Rechenzentren, Photonik sowie im kommerziellen und militärischen Sektor tätig zu sein.

Laut Reuters soll dieser strategische Schwenk dem Unternehmen helfen, den wachsenden Wettbewerbsdruck aus China und die steigenden Kosten für Speicherchips zu bewältigen. Zudem sieht die Vereinbarung vor, mit den Mitteln etwa 92 Millionen US-Dollar an bestehenden Schulden zurückzuzahlen.

An der Börse wird die Entwicklung heute mit Skepsis quittiert: Die Aktie verzeichnet eine Tagesveränderung von -7,6 %. Mit einem aktuellen Kurs von 1,34 € notiert das Papier deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,58 €. Die Kursreaktion erfolgt vor dem Hintergrund juristischer Unsicherheiten.

Medienberichten zufolge prüft die Anlegerkanzlei Halper Sadeh LLC derzeit, ob die vereinbarte Summe von 1,14 US-Dollar pro Aktie den tatsächlichen Wert des Unternehmens angemessen widerspiegelt oder ob der Vorstand seine treuhänderischen Pflichten verletzt hat.

Einstieg von Markiplier und Produktneuheiten

Parallel zur Fusion gab es zuletzt massive Bewegungen in der Aktionärsstruktur. Bloomberg berichtete am Montag über eine Anteilsmitteilung des YouTubers Mark Fischbach, bekannt als Markiplier, der eine Beteiligung von 8,5 Prozent aufgebaut hat. Damit stieg er zum größten Einzelaktionär des Unternehmens auf.

Diese Nachricht hatte bereits zu Wochenbeginn für Volatilität gesorgt, nachdem das Unternehmen bereits vor gut drei Wochen eine strategische Prüfung eingeleitet hatte.

Trotz der Neuausrichtung vernachlässigt das Unternehmen sein Kerngeschäft nicht vollständig. Am 26. August kündigte GoPro die MISSION 1 PRO ILS an, eine kompakte Kinokamera, die seit gestern im regulären Handel erhältlich ist.

Während das Unternehmen sein Produktportfolio modernisiert, stufen Analysten die kurzfristige Lage vorsichtig ein. Medienberichten zufolge senkte das Analysehaus Zacks seine Schätzungen deutlich und vergab das Rating „Strong Sell“, was primär auf automatisierte Anpassungen nach den jüngsten Schätzungsreduzierungen zurückzuführen ist.

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