Der Goldpreis hat sich am Freitag eindrucksvoll von den Tiefs des Vortages erholt. Ausgerechnet an einem Handelstag mit stark ausgedünntem Volumen — bedingt durch den Karfreitags-Feiertag — kletterte der Spotpreis bis auf 4.690 US-Dollar, bevor er sich bei rund 4.676 Dollar stabilisierte. Ein Plus von gut 50 Dollar gegenüber dem Vortagsschluss.
Zwei Kräfte, die eigentlich gegen Gold sprechen
Das Bemerkenswerte: Die Erholung gelang trotz eines stärkeren US-Dollars und steigender Anleiherenditen — beides klassische Belastungsfaktoren für das zinslose Edelmetall. Der Dollar-Index stieg auf 100,22, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegte sich zwischen 4,32 und 4,37 Prozent. Normalerweise würde eine solche Kombination Gold unter Druck setzen.
Dass dies nicht geschah, liegt vor allem an der anhaltend starken Nachfrage der Zentralbanken aus Schwellenländern — China, Indien und Russland kauften weiter. Das reichte aus, um Verkaufsdruck von westlichen Institutionen zu absorbieren, obwohl die Türkei 120 Tonnen ihrer Goldreserven abstieß und goldhinterlegte ETFs Abflüsse von 5,4 Milliarden Dollar verzeichneten.
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HQLA-Initiative als strukturelle Stütze
Ein weiterer Faktor im Hintergrund: Der World Gold Council und die LBMA haben Ende März gemeinsam eine Initiative gestartet, um Gold als hochliquides Qualitätsaktivum (HQLA) im Rahmen von Basel III anerkannt zu bekommen. Aktuell ist Gold von den Liquiditätspuffern ausgeschlossen und trägt einen RSF-Faktor von 85 Prozent — weit entfernt von einer Behandlung als Kassenäquivalent. Eine erfolgreiche Reklassifizierung würde institutionellen Anlegern ermöglichen, Gold stärker in ihre Liquiditätsreserven einzurechnen, was strukturell die Nachfrage stützen könnte.
Technisches Bild
Charttechnisch hält sich Gold oberhalb des mittleren Bollinger-Bandes und konsolidiert über der 4.600-Dollar-Marke. Der RSI nähert sich dem überkauften Bereich, der MACD ist positiv, verliert aber an Schwung. Unmittelbarer Widerstand liegt bei 4.750 bis 4.800 Dollar. Hält Gold die Zone um 4.670 Dollar, rückt ein Test der psychologischen Marke von 4.700 Dollar in greifbare Nähe. Gibt der Kurs diese Unterstützung auf, wäre ein Rücksetzer bis 4.600 Dollar wahrscheinlich.
Der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht — 178.000 neue Stellen im März bei einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent — festigt die Erwartung, dass die Fed die Zinsen länger hochhält. Das bleibt das zentrale Gegenargument für steigende Goldpreise in den kommenden Wochen.
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