Gold wurde am Freitag nicht als sicherer Hafen gekauft, sondern verkauft. Der Auslöser lag in einer seltenen Mischung aus geopolitischem Stress, steigenden Ölpreisen und einem kräftigen Renditesprung in den USA. Genau diese Kombination macht den Rückgang brisant: Das Umfeld wirkt unsicher, die Zinslogik spricht aber gegen das Edelmetall.
Renditen schlagen Krisenprämie
Der LBMA-Goldpreis schloss die Woche bei 4.535,37 Dollar je Feinunze und damit 2,50 Prozent tiefer als am Vortag. Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking brachte keinen Durchbruch in der Iran-Krise. Am Markt setzte sich daraufhin die Erwartung fest, dass die Blockade der Straße von Hormus länger anhalten könnte.
Der Ölpreis zog entsprechend an. Brent stieg über 107 Dollar und heizte die Inflationserwartungen an. Für Gold war das diesmal kein Vorteil, weil der Markt daraus vor allem eine härtere Linie der US-Notenbank ableitete.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte in Richtung 4,6 Prozent, die dreißigjährigen Papiere stiegen über 5,1 Prozent. Damit erhöhten sich die Opportunitätskosten für ein unverzinstes Asset deutlich. Der festere Dollar verschärfte den Druck, weil Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums teurer wurde.
Technischer Bruch beschleunigt den Ausverkauf
Der Abverkauf gewann am Nachmittag Tempo, als Gold die Marke von 4.600 Dollar unterschritt. Gegen 16 Uhr MEZ lösten technische Verkäufe weitere Orders aus. Das Tagestief lag bei 4.507,41 Dollar.
Auch die breitere Kursstatistik zeigt den Druck: Der Freitagsschluss lag bei 361,89, ein Minus von 7,00 Prozent. Auf Monatssicht summiert sich der Rückgang auf 9,52 Prozent, obwohl der RSI mit 58,1 noch keine klassische Überverkauft-Lage signalisiert.
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Technisch hat sich das Bild eingetrübt. Der Goldpreis notiert klar unter seinem 50-Tage-Durchschnitt bei rund 4.842 Dollar. Die Zone um 4.500 Dollar ist nun der nächste sichtbare Belastungstest.
Auf der Oberseite hat sich im Bereich von 4.660 Dollar ein Widerstand gebildet. Erst eine Rückkehr darüber würde den unmittelbaren Verkaufsdruck spürbar entschärfen. Unterhalb der psychologischen Marke rückt dagegen ein tieferes Unterstützungsband in den Blick.
Fed-Signale rücken nach vorn
Makroseitig bleibt die US-Geldpolitik der Kernfaktor. Die jüngsten Inflationsdaten für April lagen über den Erwartungen; die Verbraucherpreise stiegen um 3,8 Prozent zum Vorjahr. Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 wirken damit deutlich weniger wahrscheinlich.
In der neuen Woche kommen mehrere Impulse zusammen. Am 18. Mai stehen chinesische Industrie- und Einzelhandelsdaten an, die Hinweise auf die physische Nachfrage geben. Am 20. Mai folgen die Fed-Protokolle, am 21. Mai die Einkaufsmanagerindizes für die USA, die Eurozone und Deutschland.
Der erste Praxistest kommt bereits zum Wochenstart: Hält Gold den Bereich um 4.500 Dollar, kann eine technische Gegenbewegung einsetzen. Ein klarer Bruch darunter würde den Renditedruck dagegen direkt in die nächste Verkaufswelle verlängern.
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