Gold hält sich über der Marke von 4.700 Dollar, aber der Rückenwind aus der Geopolitik lässt nach. Signale für eine Entspannung im Nahen Osten drücken auf den Sicherheitsaufschlag, der den Preis zuletzt nach oben getragen hatte. Die Gegenkraft kommt vom schwächeren Dollar und von anhaltender Nachfrage großer Institutionen.
Diplomatie drückt auf den Aufschlag
Im frühen Montagshandel notierte der Spotpreis bei 4.732,45 Dollar je Unze, ein Minus von 0,19 Prozent gegenüber dem LBMA-Schlussniveau vom Freitag. Der erste Londoner Richtpreis der Woche folgt um 10:30 Uhr britischer Zeit.
Der Markt verarbeitet vor allem die Pause bei „Operation Freedom“ und Fortschritte in den Gesprächen zwischen den USA und Teheran. Präsident Donald Trump hatte zuletzt Signale für eine mögliche finale Einigung gesetzt. Das lenkt Kapital aus defensiven Goldpositionen in riskantere Anlagen.
Komplett kippt das Bild aber nicht. Der Dollarindex fiel auf 98,05 und machte Gold für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger. Zentralbanken bleiben ebenfalls ein stabiler Nachfragetreiber.
Silber hält sich besser
Im Edelmetallsektor läuft die Bewegung uneinheitlich. Während Gold leicht nachgibt, hält sich Silber nahe 77,71 Dollar je Unze. Am Freitag hatte das Metall kurz die Marke von 80,00 Dollar erreicht.
Das spricht für einen Unterschied in den Motiven. Bei Gold kühlt der klassische Safe-Haven-Trade ab. Bei Silber stützen industrielle Nachfrage und Inflationsschutz weiter die Stimmung.
Technik bleibt konstruktiv
Die LBMA-Prognosen zeigen, wie eng der Markt derzeit am Konsens hängt. Der Durchschnitt der Jahresprognosen liegt bei 4.742 Dollar je Unze und damit fast auf aktuellem Niveau.
Die Spannbreite bleibt groß. Goldman Sachs hat Ziele bis 5.400 Dollar ins Spiel gebracht, während vorsichtigere Szenarien einen Rückgang bis 4.000 Dollar sehen. Das erklärt die Nervosität trotz stabiler Preiszone.
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Technisch zählt weiter die Zone um 4.700 Dollar. Sie hat sich vom psychologischen Widerstand zur kurzfristigen Unterstützung verschoben. Unterhalb davon rückt der mittlere Prognosebereich um 4.621 Dollar näher.
Auf der Oberseite wartet um 4.800 Dollar Verkaufsdruck. Der Preis liegt zugleich über den wichtigen gleitenden Durchschnitten. Die kurzfristige Durchschnittslinie liegt um 4.620 Dollar, die langfristige um 4.300 Dollar.
Auch das kurzfristige Kursbild wirkt nicht überhitzt. Der Freitagsschluss lag bei 384,72, auf Monatssicht steht ein Minus von 5,02 Prozent. Der RSI notiert bei 58,1.
Zum jüngsten Hoch fehlen 6,37 Prozent, zum jüngsten Tief liegt der Abstand bei 12,85 Prozent. Mit 59,35 Prozent annualisierter Volatilität bleibt der Handel nervös.
Institutionelle Aktivität konzentriert sich weiter auf ETF-Flüsse und die Dollar-Diversifikation der Zentralbanken. Europäische Institutionen wie die Banque de France melden stabile Goldquoten als Alternative zur US-Währung.
Im Optionsmarkt steigt der Schutzbedarf leicht. Händler sichern sich gegen ein mögliches Sell-the-news-Ereignis ab, falls ein Abkommen zwischen den USA und Iran unterschrieben wird.
Der erste Prüfpunkt ist der Londoner AM-Fix um 10:30 Uhr. Hält Gold die Zone über 4.700 Dollar, bleibt die Konsolidierung geordnet. Ein Anstieg der zehnjährigen US-Rendite in Richtung 4,5 Prozent würde den Gegenwind dagegen schnell verstärken.
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