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Goldpreis: Goldman Sachs sieht Yuan 25 Prozent unterbewertet

Goldman Sachs sieht den chinesischen Yuan um 25 Prozent unterbewertet. Ein provokantes Szenario der Saxo Bank sieht eine goldgedeckte Währung und einen Goldpreis von über 6.000 US-Dollar vor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Yuan laut Goldman Sachs um 25 Prozent unterbewertet
  • Saxo Bank skizziert Szenario eines goldgedeckten Yuan
  • Ölmarkt leidet unter historischem Angebotsüberschuss
  • Geopolitische Risiken stützen Rohstoffpreise

Der chinesische Yuan könnte deutlich stärker sein als er ist. Goldman Sachs beziffert die Unterbewertung der Währung auf rund 25 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Die Investmentbank sieht den fairen Wechselkurs bei etwa 5 Yuan je Dollar – aktuell notiert die Währung bei rund 7,06.

Bis 2026 rechnet Goldman Sachs mit einer deutlich stärkeren Aufwertung, als es die Terminmärkte derzeit einpreisen. Diese Einschätzung deckt sich mit den Erwartungen mehrerer großer Investmenthäuser, die für das neue Jahr erstmals seit 2023 wieder ein Unterschreiten der Marke von 7 Yuan pro US-Dollar prognostizieren.

Szenario einer goldgedeckten Währung

Die Saxo Bank geht in ihren provokanten „Outrageous Predictions“ noch einen Schritt weiter. Das Szenario: China legt massive, bisher nicht offengelegte Goldreserven offen – genug, um die USA zu übertreffen. Der Offshore-Yuan wird teilweise durch Gold gedeckt, Inhaber können ihre Bestände in physisches Gold eintauschen. Der Umrechnungskurs orientiert sich an einem USD/CNH-Verhältnis von rund 5,0.

Ein solcher „goldener Yuan“ könnte Ölproduzenten und asiatischen Zentralbanken Gold-Yuan-Swap-Linien bieten. Rohstoffgeschäfte – etwa Öl und Kupfer – würden in Gold abgerechnet. Mehr Energie- und Rohstofftransaktionen verlagern sich aus dem Dollar-System, US-Staatsanleihen werden reduziert. Die Folge laut Saxo Bank: Der Goldpreis steigt auf über 6.000 US-Dollar, während der Dollar an globalem Einfluss verliert.

Ölmarkt unter Druck

Während Gold von einem stärkeren Yuan profitieren könnte, steht der Ölmarkt vor Gegenwind. Brent-Öl verbuchte 2025 einen Jahresverlust von knapp 20 Prozent – der stärkste Rückgang seit 2020 und das dritte Verlustjahr in Folge. Ein derartiger Negativlauf ist beispiellos in der Brent-Geschichte.

BNP Paribas erwartet, dass Brent im ersten Quartal auf 55 Dollar je Barrel fällt, bevor sich der Preis im weiteren Jahresverlauf bei 60 Dollar stabilisiert. Der Grund: US-Shale-Produzenten konnten auf hohem Niveau absichern und werden ihre Förderung unabhängig von Preisschwankungen fortsetzen.

Die meisten Analysten rechnen für das kommende Jahr mit einem Angebotsüberschuss. Die Internationale Energieagentur geht von 3,84 Millionen Barrel pro Tag aus, Goldman Sachs von 2 Millionen. OPEC+ hat die Produktionssteigerungen für das erste Quartal 2026 pausiert, nachdem seit April bereits 2,9 Millionen Barrel täglich zusätzlich auf den Markt kamen.

Geopolitik als Unsicherheitsfaktor

Trotz fundamentaler Überversorgung sehen Experten geopolitische Risiken als Preisunterstützung. Morgan Stanley geht davon aus, dass OPEC+ erst bei Preisen im niedrigen 50-Dollar-Bereich weitere Kürzungen vornehmen würde. Solange die aktuellen Niveaus halten, dürfte die Gruppe nach der Pause im ersten Quartal die Produktionssteigerungen fortsetzen.

Die Energieberater von JTD Energy warnen davor, den „Trump-Faktor“ zu ignorieren. Mit Sanktionen gegen Venezuela, möglichen Angriffen auf iranische Anlagen und den Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen des Jemen-Konflikts bleibt das Pulverfass geladen.

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Diskussion zu Goldman Sachs

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.