Der US-Arbeitsmarkt kühlt spürbar ab. Für den Goldpreis erweist sich das als dringend nötiger Katalysator. Nach einer mehrwöchigen Talfahrt kehrte das Edelmetall am Freitag eindrucksvoll über die wichtige Marke von 4.100 US-Dollar zurück.
US-Wirtschaft bremst ab
Im Juni schuf die US-Wirtschaft lediglich 57.000 neue Stellen. Analysten hatten im Vorfeld mit mehr als doppelt so vielen gerechnet. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 4,2 Prozent an. Das signalisiert eine spürbare Konjunkturflaute.
Die Folge: Investoren bewerten die Geldpolitik neu. Bislang erwarteten Anleger unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh weitere Zinserhöhungen noch im Jahr 2026. Nun sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September auf rund 50 Prozent.
Dollar schwächelt, Gold profitiert
Sinkende Zinserwartungen belasten den US-Dollar. Die Währung gab am Freitag spürbar nach. Parallel dazu fielen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf etwa 4,47 Prozent. Das macht zinslose Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollar-Raums wieder attraktiver.
Zum Handelsschluss am Freitag notierte Gold bei 4.187,30 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Tagesgewinn von 1,23 Prozent.
Trotz der Erholung bleibt die Lücke zum Allzeithoch von über 5.600 US-Dollar groß. Seit Jahresbeginn verbucht das Edelmetall weiterhin ein Minus von 3,56 Prozent.
Zentralbanken stützen den Markt
Westliche Anleger ziehen sich aktuell eher aus dem Goldmarkt zurück. Allein der große SPDR-ETF verlor seit Jahresbeginn über 57 Tonnen an Bestand. Im Kontrast dazu greifen Notenbanken zu. Etwa 89 Prozent der Reservemanager planen den globalen Ausbau ihrer Goldreserven.
Auch anhaltende Unsicherheiten in der Golfregion stützen die Nachfrage. An diesem Samstag ruht der Handel wegen des US-Unabhängigkeitstages. In der kommenden Woche rückt die charttechnische Unterstützung bei 4.100 US-Dollar in den Fokus. Hält diese Marke, könnte der schwache Arbeitsmarkt die Erholung weiter antreiben.
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