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Gold: Tether kauft 14 Tonnen

Gold hält trotz entspannter Iran-Lage die 4.000-Dollar-Marke. Tether stockt Bestände auf 146 Tonnen auf, während die globale Nachfrage weiter anzieht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis trotzt geopolitischer Entspannung
  • Tether erhöht Goldreserven auf 146 Tonnen
  • Weltweite Goldnachfrage steigt um zwei Prozent
  • Charttechnik signalisiert Konsolidierung statt Trendbruch

Der Goldpreis hält sich über der Marke von 4.000 US-Dollar. Das ist bemerkenswert, denn eigentlich müsste der Iran-Konflikt gerade an Schärfe verlieren. US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende einen unmittelbar bevorstehenden Luftschlag gestoppt und Teheran neue Verhandlungen angeboten.

Trumps Kurswechsel bremst die Angst

Die Kehrtwende sorgte für einen massiven Ausverkauf am Ölmarkt. Brent-Rohöl brach zeitweise um sieben Prozent ein. Der Risikoaufschlag, der Gold zuletzt trieb, schmilzt spürbar.

Auch der Goldpreis reagierte. Er notiert aktuell bei 4.092,10 US-Dollar, nur leicht unter dem Freitagsschluss von 4.098,60 US-Dollar. Analysten werten den Rückgang angesichts der politischen Tragweite als moderat.

Tether wird zum Großkäufer

Eine wichtige Stütze für den Preis kommt von unerwarteter Seite. Der Stablecoin-Emittent Tether hat sich zu einem bedeutenden Käufer am physischen Goldmarkt entwickelt.

Im zweiten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen weitere 14 Tonnen Gold. Die Gesamtbestände summieren sich damit auf 146 Tonnen, im Wert von rund 18,8 Milliarden US-Dollar. Gold macht mittlerweile etwa zehn Prozent der gesamten Tether-Reserven aus.

Diese Käufe wirken wie ein Gegengewicht. Sie kompensieren Abflüsse aus westlichen Gold-ETFs, die wegen der anhaltend hohen US-Zinsen unter Druck stehen.

Weltweite Nachfrage bleibt hoch

Das World Gold Council liefert dazu passende Zahlen. Die weltweite Gesamtnachfrage im ersten Halbjahr 2026 stieg um zwei Prozent auf 2.522 Tonnen. Zentralbanken kauften im zweiten Quartal wieder deutlich aktiver als noch zu Jahresbeginn.

Die Schmucknachfrage leidet zwar unter den hohen Preisen. Barren und Münzen bleiben aber gefragt, besonders in Asien. Dort treiben Inflationssorgen und die Suche nach Absicherung gegen Währungsschwankungen weiter die Käufe.

Charttechnik zeigt Konsolidierung

Der aktuelle Kurs liegt 2,36 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4.191,22 US-Dollar. Das deutet auf eine Verschnaufpause hin, nicht auf einen Trendbruch. Die Marke von 4.000 US-Dollar hat Gold in den vergangenen sechs Wochen mehrfach verteidigt.

Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben braucht mehr. Erst ein Überschreiten der Widerstandszone zwischen 4.100 und 4.135 US-Dollar würde neue Kaufsignale liefern.

Der weitere Wochenverlauf hängt an US-Wirtschaftsdaten. Am Montagnachmittag steht der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe an. Fällt er schwächer aus als erwartet, dürften Zinssenkungswetten auf die Federal Reserve wieder zunehmen — das würde dem unverzinsten Gold Auftrieb geben. Das Notenbank-Symposium in Jackson Hole Ende August gilt als nächster großer Richtungsweiser für die Geldpolitik.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.