Startseite » Rohstoffe » Gold: Silber steigt dreimal stärker
Symbolbild, KI-generiert

Gold: Silber steigt dreimal stärker

Silber legt dreimal stärker zu als Gold. Industriebedarf aus Elektronik und Solar treibt den Preis zusätzlich an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silber gewinnt 0,81 Prozent
  • Gold legt nur leicht zu
  • Industrienachfrage verstärkt Silbertrend
  • Dollar-Index fällt unter 100

Silber zieht an Gold vorbei. Am Montag steigt der Silberpreis deutlich stärker als Gold – ein ungewöhnliches Muster am Edelmetallmarkt. Ein schwächerer Dollar und sinkende Realzinsen treiben beide Metalle an. Silber profitiert jedoch zusätzlich von der Industrienachfrage.

Silber überholt Gold bei den Gewinnen

Spot-Gold schließt bei 4.054 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Plus von 0,27 Prozent.

Silber legt deutlicher zu und schließt bei 58,26 US-Dollar je Unze. Der Gewinn beträgt 0,81 Prozent – dreimal so stark wie bei Gold.

Die Lücke zwischen beiden Metallen fällt besonders bei den ETFs auf. Der Silber-ETF SLV läuft dem Gold-ETF GLD davon. Dieses Muster deutet meist auf eines hin: Industrielle Nachfrage verstärkt den Trend. Vor allem Elektronik- und Solarhersteller kaufen derzeit Silber.

Schwächerer Dollar treibt beide Preise

Der US-Dollar-Index rutscht unter die Marke von 100. Das macht Gold und Silber für Käufer außerhalb der USA billiger. Da beide Metalle in Dollar notieren, hebt ein schwacher Dollar automatisch ihren Wert. Das lockt oft algorithmische Käufer und Momentum-Trader an.

Zeitgleich sinken die Realzinsen. Die Rendite 10-jähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen fällt auf rund 2,1 Prozent. Damit sinken die Opportunitätskosten für Anleger, die zinsloses Gold halten. Zinstragende Anleihen wirken dadurch weniger attraktiv – Kapital fließt stattdessen in Bullion-ETFs.

ETFs und Lateinamerika profitieren

Auch bei den großen Fonds zeigt sich die Bewegung. Der SPDR Gold Trust schließt bei 371,71 US-Dollar, ein Plus von 0,05 Prozent.

Der iShares Silver Trust gewinnt 0,19 Prozent und schließt bei 52,46 US-Dollar.

Für Lateinamerika hat die Entwicklung eine doppelte Wirkung. Mexiko und Peru zählen zu den größten Silberproduzenten weltweit. Ein schwächerer Dollar senkt dort die Kosten vor Ort. Zugleich steigen die Dollar-Einnahmen der Exporteure.

Fed und Dollar bleiben Taktgeber

Geopolitische Entspannungssignale und Zinserwartungen bewegten den Goldpreis zuletzt wechselhaft. Wie sich die US-Notenbank in den kommenden Wochen positioniert, bleibt entscheidend für die Realzins-Entwicklung.

Die Stärke von Silber zeigt einen Wandel. Neben der klassischen Absicherung zählt zunehmend die Industrienachfrage aus Elektronik und Solarbranche. Der Dollar-Index bleibt vorerst der wichtigste Indikator für die kurzfristige Richtung beider Metalle.

Anzeige

Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 18. September liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Gold

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/