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Gold: Schwächstes Quartal seit 2013

Gold fällt im zweiten Quartal 2026 um fast 14 Prozent. Fed-Kurs und starke Dollar belasten das Edelmetall zusätzlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fast 28 Prozent Verlust seit Januar-Rekord
  • Fed-Kurs und Dollar belasten Gold
  • Zentralbanken planen weitere Goldkäufe
  • Goldman Sachs senkt Kursziel auf 4.900 USD

Fast 14 Prozent Minus in drei Monaten — Gold erlebt das schwächste Quartal seit 2013. Vom Rekordhoch im Januar ist das Edelmetall inzwischen weit entfernt. Und die US-Notenbank macht die Lage nicht einfacher.

Absturz vom Allzeithoch

Im Januar 2026 markierte Gold noch ein Rekordhoch von rund 5.627 USD je Feinunze. Seither hat der Preis fast 28 Prozent verloren. Allein im Juni brach das Metall um rund 11 bis 12 Prozent ein. Am Dienstag schloss der Spotpreis bei 4.041 USD — knapp vier Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 3.901 USD.

Haupttreiber des Abwärtsdrucks ist die restriktive Haltung der US-Notenbank. Fed-Chef Kevin Warsh hält an einem straffen Kurs fest. Der Markt preist aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 67 Prozent für eine weitere Zinserhöhung im September ein. Steigende Zinsen stärken den Dollar und belasten das unverzinste Edelmetall. Hinzu kamen Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs und Handelsbeschränkungen chinesischer Banken für Edelmetall-Futures. Der deutliche Rückgang des Ölpreises — von 120 auf etwa 73 USD — nahm dem Goldmarkt zudem einen Teil seines inflationären Rückenwinds.

Zentralbanken kaufen weiter

Das langfristige Bild sieht anders aus. Eine Umfrage der OMFIF unter 74 Zentralbanken zeigt: 30 Prozent der Institute wollen ihre Goldreserven weiter aufstocken. Als Hauptgründe nennen 51 Prozent der Befragten geopolitische Risiken und die Diversifizierung weg vom US-Dollar.

Diese strukturelle Nachfrage ist es, auf die Goldman Sachs seine Einschätzung stützt. Die Investmentbank senkte ihr Kursziel für Gold bis Ende 2026 zwar von 5.400 auf 4.900 USD. Vom aktuellen Niveau aus entspricht das aber immer noch einer erwarteten Erholung von rund 25 Prozent.

Was jetzt die Richtung bestimmt

Kurzfristig dürften US-Arbeitsmarktdaten und weitere Aussagen von Fed-Chef Warsh den Ton angeben. Der RSI liegt bei 34,9 — technisch ist Gold damit überverkauft, ohne dass sich bislang eine klare Gegenbewegung abzeichnet. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.451 USD liegt noch weit entfernt.

Ob die Zentralbanknachfrage den Boden hält oder der Zinserhöhungsdruck das Metall weiter belastet — die Antwort dürfte der September-Entscheid der Fed liefern.

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