Vom Allzeithoch bei über 5.600 Dollar Ende Januar auf aktuell rund 4.530 Dollar – Gold hat in wenigen Wochen rund 17 Prozent verloren. Laut Wall Street Journal verzeichnete das Edelmetall dabei den größten wöchentlichen Dollarverlust seit 1975. Heute richtet sich der Blick auf Fed-Chef Jerome Powell, dessen Aussagen die Richtung für das zweite Quartal vorgeben könnten.
Drei Faktoren belasten den Kurs
Hinter dem Rückgang steckt ein Zusammenspiel aus Geldpolitik, Währungsentwicklung und Zentralbankverhalten. Der CME FedWatch zeigt aktuell keine erwarteten Zinssenkungen mehr für 2026 – zu Jahresbeginn waren noch drei eingepreist. Da Gold keine Zinsen abwirft, macht das steigende Realrenditen zum direkten Gegenwind.
Gleichzeitig hat der US-Dollar infolge der Nachfrage nach sicheren Häfen während des Iran-Konflikts zugelegt, was den Goldpreis zusätzlich unter Druck setzt. Und die großen Zentralbanken signalisieren wegen steigender Energiepreise eine restriktivere Haltung – ein weiterer Belastungsfaktor.
Zwischenzeitlich erholte sich Gold von seinem Viermonatstief bei 4.099 Dollar am 23. März um rund 12 Prozent, getrieben von Optimismus über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des US-Iran-Konflikts und einer potenziellen Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Dieser Schwung hat sich seither jedoch abgeschwächt.
Technisch angespannt, institutionell konstruktiv
Gold notiert unterhalb seines 50-Tage-Gleitenden Durchschnitts bei 4.818 Dollar, was den Rückgang beschleunigt hat. Die nächste Unterstützungszone liegt bei 4.350 bis 4.353 Dollar. Erst eine Rückkehr über 4.738 Dollar würde technisch auf eine Trendwende hindeuten – danach rückt das psychologisch wichtige 5.000-Dollar-Niveau in den Fokus.
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Der RSI bewegt sich mit einem Wert von 36 von überverkauften Niveaus nach oben, was darauf hindeutet, dass der stärkste Verkaufsdruck möglicherweise abgeklungen ist.
Trotz der Korrektur halten große Institute an ihren langfristigen Kurszielen fest. JPMorgan sieht Gold bis Jahresende bei 6.300 Dollar, UBS bei 6.200 Dollar, Wells Fargo bei 6.100 bis 6.300 Dollar – begründet mit der strukturellen Abkehr der Zentralbanken vom Dollar und der Rolle von Gold als Krisenabsicherung. Goldman Sachs ist mit einem Ziel von 5.400 Dollar deutlich zurückhaltender.
Der entscheidende kurzfristige Katalysator ist der US-Arbeitsmarktbericht (NFP) am Freitag: Schwache Zahlen würden Rezessionssorgen schüren, die Renditen drücken und den Dollar schwächen – allesamt Faktoren, die Gold stützen. Starke Zahlen hingegen würden die „länger höhere Zinsen“-Erwartung zementieren und den Druck auf das Edelmetall aufrechterhalten.
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