Der Angriff der USA und Israels auf Iran Ende Februar hat die Finanzmärkte erschüttert – und Gold in eine ungewöhnliche Lage gebracht. Das Edelmetall reagierte zunächst wie erwartet, verlor dann aber rasch an Schwung. Warum der klassische Safe-Haven-Reflex diesmal nur begrenzt trägt, erklärt sich aus einem komplexen Zusammenspiel geopolitischer und makroökonomischer Kräfte.
Der Safe-Haven-Reflex mit Ablaufdatum
Nach den Militärschlägen vom 28. Februar schoss der Goldpreis innerhalb weniger Tage von 5.296 auf 5.423 US-Dollar je Feinunze. Der Anstieg war kurz. Bereits am 3. März war der Preis um mehr als sechs Prozent auf rund 5.085 US-Dollar zurückgefallen – trotz eskalierender Lage am Persischen Golf.
Seither pendelt Gold in einer engen Spanne. Verantwortlich dafür ist laut Ross Norman, CEO von Metals Daily, ein stärkerer US-Dollar kombiniert mit höheren Anleiherenditen. Hinzu kommt ein paradoxes Problem: Steigende Ölpreise befeuern die Inflation, was die Erwartungen an baldige Fed-Zinssenkungen dämpft. Der Markt preist eine Zinssenkung im März mit gerade einmal 4,4 Prozent Wahrscheinlichkeit ein – kein Rückenwind für Gold.
Hormuz: Ein Fünftel der globalen Ölversorgung blockiert
Die eigentliche Dimension des Konflikts zeigt sich im Energiemarkt. Die Straße von Hormus, durch die täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl fließen – etwa ein Fünftel des weltweiten Verbrauchs –, ist seit dem 4. März de facto gesperrt. Iranische Streitkräfte drohten Schiffen mit Angriffen; der Tankerverkehr brach zunächst um 70 Prozent ein, bevor er nahezu vollständig zum Erliegen kam. Brent-Rohöl sprang in wenigen Tagen von rund 70 auf über 110 US-Dollar pro Barrel.
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Für Gold ist das ein zweischneidiges Schwert. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, was Zentralbanken in eine schwierige Position bringt und die Finanzbedingungen straffen könnte. Eine klassische Stagflationsumgebung begünstigt zwar Gold als Wertaufbewahrungsmittel – drückt aber gleichzeitig auf die Risikobereitschaft, was Verkaufsdruck aus anderen Portfoliopositionen erzeugen kann.
Banken halten an bullishen Zielen fest
Trotz der kurzfristigen Volatilität bleiben die großen Banken optimistisch. J.P. Morgan prognostiziert 6.300 US-Dollar je Unze bis Ende 2026, die Deutsche Bank hält an einem Jahresendziel von 6.000 US-Dollar fest. Gold hat seit Jahresbeginn rund 16 Prozent zugelegt – nach einem Anstieg von über 64 Prozent im Gesamtjahr 2025, dem stärksten Jahresgewinn seit 1979.
Technisch hat sich das Bild zuletzt eingetrübt. Der Preis hat sich von der Oberseite der Stabilisierungszone entfernt, erste Verkaufssignale zeichnen sich ab. Ob diese Schwäche anhält oder die geopolitische Risikoprämie wieder zurückkehrt, hängt vor allem von zwei Variablen ab: einer möglichen Wiederöffnung der Hormuzstraße durch US-Militäraktionen – Präsident Trump hat entsprechende Schritte bereits angedeutet – und der nächsten geldpolitischen Reaktion der Fed auf die sich verschlechternden Inflationsdaten.
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