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Gold: Quartalsabschluss unter Druck

Der Goldpreis verlor im ersten Quartal 2026 rund 15 Prozent, angetrieben durch massive Verkäufe der türkischen Zentralbank und eine restriktive Zinspolitik. Analysten bleiben langfristig optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückgang von über 15 Prozent nach Allzeithoch
  • Türkische Zentralbank löst Angebotsschock aus
  • Höhere Zinsen und starker Dollar bremsen Gold
  • Große Banken halten an hohen Kurszielen fest

Das erste Quartal 2026 war für Gold alles andere als ruhig. Nach einem historischen Allzeithoch von über 5.600 Dollar je Unze im Januar folgte ein Rückgang von rund 15 Prozent — ausgelöst durch einen ungewöhnlichen Angebotsschock aus der Türkei und einen hawkishen Schwenk der großen Zentralbanken. Zum Quartalsende hält sich der Spotpreis knapp über der Marke von 4.500 Dollar.

Das Türkei-Manöver als Belastungsfaktor

Der wichtigste Preistreiber der vergangenen Wochen war die türkische Zentralbank. Allein in der Woche vom 13. bis 20. März baute sie Goldreserven im Wert von knapp 18 Milliarden Dollar ab — die größte Einzelwochenreduktion in der jüngsten Geschichte der Bank. Insgesamt verkaufte sie rund 22 Tonnen direkt und setzte weitere 34 Tonnen in Swap-Transaktionen ein, um die Lira zu stützen. Die türkische Währung hatte in den 16 Handelstagen seit Ausbruch des Iran-Konflikts elf Mal in Folge ein Rekordtief erreicht und notierte zuletzt bei rund 44,35 Lira pro Dollar.

Dieses massive Zusatzangebot traf auf einen Markt, der ohnehin von Gewinnmitnahmen nach der Jahresanfangsrally belastet war.

Zinspolitik und Dollar als strukturelle Bremse

Hinter dem Preisrückgang steckt mehr als nur die türkische Sondersituation. Der US-Iran-Konflikt und die Schließung der Straße von Hormuz haben einen ölgetriebenen Inflationsschock ausgelöst. Die Folge: Für 2026 sind derzeit null Fed-Zinssenkungen eingepreist, die realen Treasury-Renditen sind deutlich gestiegen. Ein stärkerer Dollar — der im März um 2,17 Prozent zulegte — erhöht die Opportunitätskosten des Goldhaltens zusätzlich.

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Technisch hat der Goldpreis den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 4.406 Dollar als Unterstützung genutzt. Der RSI erholte sich von überverkauften Niveaus nahe 30 auf etwa 39, was auf nachlassenden Verkaufsdruck hindeutet. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.807 Dollar fungiert nun als starker Widerstand.

Institutionelle Käufer sehen Bereinigung, keine Trendwende

Trotz drei Verlustwochen in Folge — der schlechtesten Serie seit März 2020 — bleiben große Häuser zuversichtlich. UBS hält an einem Kursziel von 6.200 Dollar bis Mitte 2026 fest, BNP Paribas prognostiziert 6.000 Dollar bis Jahresende. JPMorgan erwartet für das Gesamtjahr rund 755 Tonnen Zentralbankkäufe, was strukturell einen Preisboden stützt.

Der unmittelbar wichtigste Datenpunkt ist der US-Arbeitsmarktbericht diesen Freitag. Schwache Beschäftigungszahlen würden Rezessionssorgen wecken, Renditen und Dollar drücken — und damit Gold Auftrieb geben. Starke Zahlen hingegen würden die restriktive Fed-Haltung zementieren und den Erholungsversuch vorerst begrenzen. In Euro gerechnet steht Gold zum Quartalsende mit einem Plus von 6,49 Prozent — ein Puffer, der zeigt, wie stark die Dollar-Schwäche auf Jahresbasis das Bild verzerrt.

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