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Symbolbild, KI-generiert

Gold: Ölpreise geben Rückenwind

Gold steigt auf 4.393 Dollar, während sinkende Ölpreise die Zinssorgen dämpfen. Die Fed-Sitzung im September bleibt für den Kurs entscheidend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldpreis steigt um 1,71 Prozent
  • Ölpreise bremsen Inflationserwartungen
  • US-Teuerung bleibt bei 3,4 Prozent
  • Zentralbanken kaufen 289 Tonnen Gold

Nach drei schwachen Handelstagen in Folge hat sich der Goldpreis am Freitag deutlich erholt. In London kletterte die Feinunze auf 4.393 Dollar, ein Plus von 1,71 Prozent zum Vortag. Der Auslöser kam diesmal nicht vom Edelmetall selbst, sondern vom Ölmarkt.

Die Rohölpreise gaben nach ihrem jüngsten Höhenflug nach — nach den fast 13 Prozent Wochenplus bei Brent und WTI ein spürbarer Dämpfer für die Inflationserwartungen. Weniger Sorge vor steigenden Energiepreisen bedeutet weniger Druck auf die US-Notenbank, an der Zinsschraube zu drehen. Da Gold keine Zinserträge abwirft, reagiert der Preis traditionell empfindlich auf Zinserhöhungserwartungen.

Inflationsdaten bewegen kaum

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Verbraucherpreise fielen mit einer Jahresrate von 3,4 Prozent im August genau im erwarteten Rahmen aus — deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed, aber ohne Überraschungseffekt. Der Goldpreis reagierte entsprechend verhalten.

Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen ordnete die Bewegung so ein: Gold fungiere wieder verstärkt als sicherer Hafen, doch das mache das Edelmetall nicht immun gegen einen stärkeren Anstieg der US-Zinserhöhungserwartungen.

Auf Wochensicht bleibt die Bilanz trotz der Freitagserholung negativ. Zu Wochenbeginn lag der Preis noch höher, bevor Sorgen um steigende Ölpreise und die Lage im Iran das Edelmetall bis auf rund 4.300 Dollar drückten. Die 100-Tage-Linie bei 4.335 Dollar hatte dabei zuletzt als charttechnische Unterstützung fungiert.

Strukturell bleibt die Nachfrageseite robust: Zentralbanken kauften im zweiten Quartal 289 Tonnen Gold — ein Rekord für dieses Quartal und ein Anstieg von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die kommende Fed-Sitzung am 15. und 16. September dürfte die nächste entscheidende Wegmarke sein. Fällt die Zinsentscheidung restriktiver aus als eingepreist, dürfte der Dollar profitieren und Gold erneut unter Druck geraten. Bleibt die Notenbank zurückhaltender, könnte die Erholung vom Freitag Bestand haben.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

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