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Gold: Ölpreis-Schock!

Höhere Ölpreise und Zinserwartungen belasteten Gold; globale Gold-ETFs verbuchten in der Woche bis zum 23. Oktober Nettoabflüsse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gold verlor am Freitag 3,6 Prozent
  • Steigende Ölpreise schürten Inflationssorgen
  • Gold-ETFs verzeichneten 1,1 Milliarden US-Dollar Nettoabflüsse
  • Mögliche Zinsschritte im Dezember bleiben offen

Steigende Ölpreise und anhaltende Inflationssorgen haben Gold gestern belastet. Die Tagesveränderung betrug -3,6%. Reuters zufolge verstärkte das Umfeld die Erwartungen weiterer US-Zinserhöhungen. Zugleich zeigen Abflüsse aus Gold-ETFs, dass auch die Nachfrage über börsengehandelte Fonds zuletzt nachließ. Damit treffen stärkere Zinserwartungen auf einen Rückzug von Anlegergeldern.

Ölpreise verändern die Richtung

Der Zusammenhang zwischen Ölpreisen, Inflation und Zinserwartungen prägte den Wochenverlauf. Am Montag hatte Gold laut Reuters noch zugelegt. Damals dämpften sinkende Ölpreise die Inflationssorgen vor der Sitzung der US-Notenbank. Im weiteren Wochenverlauf kehrte sich diese Bewegung mit steigenden Ölpreisen und stärkeren Zinserwartungen um.

Der Rückschlag am Freitag stand damit im Gegensatz zum freundlicheren Wochenauftakt. Entscheidend war nicht allein die Entwicklung am Ölmarkt. Reuters verwies auch auf anhaltende Inflationssorgen, die Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung verstärkten. Für Gold erwies sich diese Kombination als Belastung.

Die unveränderte Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch brachte keine Entlastung. Nach Reuters-Angaben blieb Gold anschließend unter Druck, während Anleger die Hinweise auf den weiteren Zinspfad bewerteten. Eine mögliche Zinserhöhung im Dezember blieb im Marktgespräch. Das ist eine Erwartung und keine angekündigte Entscheidung.

Fondsabflüsse ergänzen das Belastungsbild

Neben dem Zinsumfeld verdient die Entwicklung der Goldfonds Aufmerksamkeit. Nach Angaben von BMO verzeichneten globale Gold-ETFs in der Woche bis zum 23. Oktober Nettoabflüsse von 1,1 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatten sie drei Monate lang Nettozuflüsse verbucht. Nordamerika führte die Abflüsse an.

Diese Daten beschreiben einen anderen Zeitraum als den jüngsten Tagesverlust. Sie belegen deshalb nicht dessen unmittelbare Ursache. Sie zeigen aber, dass die vorherige Phase von Zuflüssen bei Gold-ETFs unterbrochen wurde. Die Fondsentwicklung ergänzt damit das Bild eines Marktes unter Druck.

Zinssorgen reichen über die USA hinaus

Auch in der Eurozone spielte die Zinsdebatte eine Rolle. Die Börsen-Zeitung berichtete, dass Inflationsdaten Spekulationen über eine mögliche EZB-Zinserhöhung im Dezember nährten. Höhere Zinserwartungen belasteten dem Bericht zufolge sowohl Gold als auch Silber.

Der jüngste Rückschlag lässt sich somit nicht auf die US-Notenbank allein verengen. Steigende Ölpreise verschärften die Inflationssorgen, während auf beiden Seiten des Atlantiks mögliche Zinserhöhungen diskutiert wurden. Die ETF-Abflüsse liefern einen zusätzlichen Hinweis auf nachlassende Nachfrage über Fonds – ohne den Kursverlust vom Freitag allein zu erklären.

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Diskussion zu Gold

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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